Neue Einzugsbereiche sollen Schule am Hüttenweg entlasten

Neuer Regelzug auch vor einem Erweiterungsbau: Die Quentin-Blake-Europa-Schule unterrichtet Kinder aus ganz Berlin. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Die Quentin-Blake-Europaschule am Hüttenweg wird in den kommenden zehn Jahren keine neuen Klassenräume erhalten. Aus Sicht des Bezirksamtes reichen die Räume, um ab nächstem Schuljahr sogar eine zusätzliche erste Klasse zu eröffnen.

Eltern der Quentin-Blake- (QBS) und der Biesalski-Schule hatten einen Anbau gefordert. Sie befürchten Platzprobleme durch den Zuzug von Familien, die in die neuen Häuser auf der Truman Plaza und dem gegenüberliegenden früheren US-Hauptquartier einziehen werden. Ein neuer deutscher Regelzug sollte erst nach Fertigstellung des Anbaus eröffnet werden. Sie formulierten dazu einen "Anwohnerantrag", der jetzt im Schulausschuss beraten wurde. Für eine zusätzliche deutsche Grundschulklasse ist aus Sicht von Schulstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) ausreichend Platz vorhanden. Ein zusätzlicher Klassenraum sei nicht notwendig.

Zur Entlastung des Schulstandorts am Hüttenweg will der Bezirk die Einzugsbereiche der Dahlemer Grundschulen neu regeln. Schulkinder aus der neu entstehenden Siedlung "Oskar-Helene-Heim" könnten die Zinnowald-Schule besuchen. Zudem verliert die QBS in den Klassen 5 und 6 eine Klasse, weil Kinder dann aufs grundständige Gymnasium wechselten.

Die CDU-Politikerin lehnt auch provisorische Unterrichtsräume in Containern ab, wie sie von Eltern vorgeschlagen worden sei: "Das kommt gar nicht in Frage". Den von den Eltern gewünschten Anbau unterstützt die Stadträtin auch nicht. "Erhebliche Investitionen wären für einen Erweiterungsbau erforderlich", sagte Schulstadträtin. Sie nannte eine Summe von drei Millionen Euro. Selbst wenn das Geld 2014 in die bezirkliche Finanzplanung aufgenommen werden würde, wäre der Erweiterungsbau nicht vor 2024 fertig.

Richter-Kotowski (CDU) versichert den Eltern gleichzeitig, dass der neue Regelzug auf keinen Fall zu Lasten der bilingualen Klassen geht. "Kein deutsch und englisch unterrichtetes Kind der QBS muss die Schule verlassen", erklärte die Stadträtin.

Auf der Sitzung am 26. August will der Schulausschuss über den Anwohnerantrag abstimmen.


Martinus Schmidt / mst
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