Oskar-Helene-Heim: Wie viele Plätze wird es geben?

Die Investoren der OHA Projektentwicklungsgesellschaft wollen jetzt am Oskar-Helene-Heim eine Kita für 100 Kinder bauen. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. SPD und Piraten befürchten im Zusammenhang mit der Wohnbebauung rund um die Kreuzung Argentinische -/Clayallee einen Mangel an Kita-Plätzen. Die SPD glaubt nicht an die von Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) genannte Zahl von 100 Plätzen.

Angestoßen hatte die Debatte in der vergangenen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) der Bezirksverordnete Georg von Boroviczény. In einer Anfrage äußerte der Piraten-Verordnete die Vermutung, dass die Kindertagesstätte am neuen Gesundheits- und Wohnstandort auf dem früheren Oskar-Helene-Heim-Grundstück (OHH) "in hohem Maße gefährdet" sei.

Laut Norbert Schmidt stimmt dies nicht. Der Vertrag zwischen dem Bauträger und dem Bezirksamt habe immer die Errichtung einer Kita mit 50 Plätzen enthalten. Daran habe sich nichts geändert. Der Bauherr, so Schmidt, habe "in Abstimmung mit der zukünftigen Betreiberin der Kita sogar gebeten zu prüfen, ob auf dem Standort auch 100 Kita-Plätze zulässig sei." Das bestätigt auch die Agentur des Investors in einer E-Mail: "Statt 50 wird die nun geplante Kita sogar über 100 Plätze verfügen."

Nun vermutet SPD-Fraktionschef Norbert Buchta, dass die zusätzlichen 50 Kita-Plätze am Oskar-Helene-Heim von Investor Stofanel auf der benachbarten Truman-Plaza kommen.

Stofanel wolle sich gegen eine bestimmte Summe von der Verpflichtung zur Schaffung einer Kita für 50 Kinder befreien. Die Pflicht als auch die Möglichkeit, sich daraus zu lösen, steht in einem zwischen dem Bezirk und Stofanel vereinbarten städtebaulichen Vertrag.

Der Baustadtrat weist die Vermutung des SPD-Fraktionschefs zurück: "Es handelt sich bei den auf dem Gesundheitsstandort hinzukommenden 50 Plätzen nicht um die der Truman-Plaza. Dort im "Dahlem Urban Village" ist nach dem städtebaulichen Vertrag die Errichtung einer Kita mit 50 Plätzen vorgesehen."


Martinus Schmidt / mst
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