Präsident sieht Wirtschaftsstandort gestärkt

Das Technologie- und Gründerzentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärhospitals zwischen Fabeck- und Kamillenstraße entstehen. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Der Präsident der Freien Universität, Peter-André Alt, hat den Beschluss des Abgeordnetenhauses zum geplanten Technologie- und Gründungszentrum (TGZ) begrüßt. Das Parlament hat die Voraussetzungen geschaffen, im ehemaligen US-Militärhospital in Dahlem ein Technologie- und Gründungszentrum einzurichten.

Die Entscheidung sei für den Standort Dahlem eine gute Nachricht, davon profitierte die gesamte Stadt, betonte Alt. Eine der Zukunft zugewandte Hochschule wie die Freie Universität müsse "neben der Lehre und Forschung auch die Ausgründungen im Fokus haben und entwickeln".

Die Freie Universität Berlin sei in diesem Bereich sehr aktiv, doch stoße sie bereits an ihre Kapazitätsgrenzen und brauche dafür dringend geeignete universitätsnahe Flächen. Das Technologie- und Gründungszentrum Südwest soll FU-nah auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärhospitals zwischen Fabeck- und Kamillenstraße entstehen. In dem Gebäude und auf der 50.000 Quadratmeter großen Fläche sind bereits Labore und Büros von Forschungseinrichtungen in Betrieb.

Geplant sei, in der Einrichtung Ausgründungen von Absolventen, Wissenschaftlern und Studierenden der Freien Universität Berlin und den im Berliner Südwesten angesiedelten Forschungseinrichtungen zu organisieren. Darüber hinaus sollen in der Region Berlin beheimatete Wirtschaftsunternehmen angebunden werden, die bereits unternehmerisches Interesse an der Grundlagenforschung der Freien Universität und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen zeigen.

Arlt fügte hinzu: "Ich erwarte sehr viel von der Einrichtung eines Gründer- und Technologiezentrums." So könne beispielsweise Grundlagenforschung mit Anwendungsperspektiven noch besser verbunden werden. Im Technologie- und Gründungszentrum wolle die Universität mit den großen naturwissenschaftlichen Partner-Einrichtungen eng kooperieren.

Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Technologiezentren zufolge können auf dem Areal 65 Firmen angesiedelt werden und rund 600 Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus ziehe ein solches Zentrum ausländische Wissenschaftler und Unternehmer an, heißt es in dem Gutachten.

Rund 70 Prozent aller Ausgründungen in den vergangenen 15 Jahren aus Forschungseinrichtungen im Berliner Südwesten stammen aus der Freien Universität Berlin. Die Hochschule ist im Januar dieses Jahres vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als "Entrepreneurial Network University."


Martinus Schmidt / mst
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