Röhren wurden nach Tempelhof gebracht

Dahlem. Das AlliiertenMuseum in Berlin hat am Donnerstag, 13. Dezember, die in Pasewalk in Pommern entdeckten Teilstücke des Berliner Spionagetunnels in Empfang genommen.

Per Sattelschlepper waren die tonnenschweren Stahlröhren am Vormittag nach Berlin transportiert worden. Die Röhren lagen jahrzehntelang im Pasewalker Kirchenforst, bis sie in diesem Sommer ein Spaziergänger zufällig entdeckte. Aus Platzgründen bleiben die rostigen Segmente vorerst im Museums-Depot in Tempelhof.Der Berliner Spionagetunnel wäre eine der erfolgreichsten Geheimdienstoperationen des Westens im Kalten Kriege geworden, wenn die Sowjets nicht durch einen Spion schon gleich davon erfahren hätten.

In dem Tunnel hörten 1955/56 amerikanische und britische Agenten fast eine halbe Million sowjetischer Telefonate ab. Der etwa 450 Meter lange Tunnel verlief von Rudow nach Alt-Glienicke. Bis zum Fund im August 2012 waren Historiker davon ausgegangen, dass die Ost-Berliner Tunnelstücke verschrottet worden waren.


Martinus Schmidt / mst
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