U-Bahneingang seit einem Monat gesperrt

Seit einem Monat passiert laut Detlef Damm nichts mehr. Bis Ende November will die BVG den Fahrstuhl eingebaut haben. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Die Arbeiten am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte kommen nicht voran. Passanten, die den Eingang von der Onkel-Tom-Straße nicht benutzen können, klagen über Stillstand und unnötige Behinderungen.

Seit Ende April können U-Bahnfahrer nur noch von der Riemeisterstraße aus auf den Bahnsteig der U3. Seitdem ist die Treppe zur Onkel-Tom-Straße gesperrt. Zunächst mit einem Bauzaun. Für alle, die von Westen zur U-Bahn wollen, ist das ein weiter Umweg (die Berliner Woche berichtete). Zum Trost wurde den BVG-Benutzern ab Dezember ein barrierefreier Zugang versprochen.Doch nach gut zwei Monaten völliger Sperrung der Westseite tut sich wenig. Anwohner Detlef Damm: "Seitdem die Staubwände errichtet wurden, passiert her nichts mehr." Zudem habe die Baustellenleitung mit Containern und Material etwa zehn Parkplätze an der Onkel-Tom-Straße eingenommen, die den Autofahrern, die in der Ladenstraße einkaufen wollten, fehlen. Mit vollen Taschen nehmen betagtere Bürger schon mal den Bus, um die Entfernung zwischen den beiden Eingängen zu überwinden. "Man hätte den Eingang später zumachen können", sagt der pensionierte BVG-Beschäftigte Damm.

Telefonisch war BVG-Sprecher Klaus Wazlak für Fragen nicht zu erreichen. Am Termin für die Fertigstellung will die BVG festhalten. Schriftlich teilte uns das Unternehmen mit, es sei bereits "Baufreiheit für den Aufzugseinbau mit Kabelumlegungen geschaffen" worden. Der Aufzug lasse sich nicht ohne Sperrung der Zugangstreppe einbauen.

Für die Sperrung des gesamten Eingangs "sprechen sowohl konstruktive Gründe als auch Gründe der Sicherheit für unsere Fahrgäste", heißt es in der Antwort. Dagegen sehen Detlef Damm und seine Nachbarn seit einem Monat dort nichts mehr geschehen. "Bautätigkeit ist hier nicht zu erkennen", so der 67-Jährige.


Martinus Schmidt / mst
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