US-Präsident sprach 1963 auch an der Freien Universität

Bürgermeister Norbert Kopp (links) begrüßt den US-Gesandten James D. Melville in der Freien Universität. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Erinnerungen an Kennedys Rede gab es am Mittwoch nicht nur im Rathaus Schöneberg. In Dahlem gedachte die Freie Universität der Ansprache, die John F. Kennedy am 26. Juni 1963 vor dem Henry-Ford-Bau gehalten hatte.

In Anwesenheit von Bürgermeister Norbert Kopp (CDU), dem amerikanischen Botschafter Philip D. Murphy und Gesandten James D. Melville gab Frederick Kempe vom Atlantic Council eine Analyse der damaligen Lage. Der frühere Chef des Wall Street Journal und jahrelange Berlin-Korrespondent erläuterte, warum Berlin damals als "gefährlichster Ort der Welt" galt. Nach Kempes Vortrag wurde der Mitschnitt der Rede des damaligen US-Staatschefs noch einmal gezeigt. Wie wichtig damals Kennedys Rede für die außenpolitische Orientierung der USA gewesen sei, sollte sich erst im Laufe der 1960er-Jahre zeigen. Während der amerikanische Präsident vor dem Schöneberger Rathaus laut Kempe für die verunsicherte Bevölkerung West-Berlins sprach, setzte er an der FU mehr Akzente, die für damalige Diplomaten und heutige Politikwissenschaftler interessant sind.Das hob auch Lora A. Viola hervor. Politiker handelten oft schon, wenn sie redeten, so die junge Politologin vom Kennedy-Institut der FU. Auf Kennedy traf dies nach Kempe umso mehr zu, als er hier außenpolitisch Tritt fasste. Kemper sprach vom historischen Wendepunkt vor 50 Jahren. Kennedys Entschlossenheit bei seinen Auftritten in der geteilten Stadt habe die späteren diplomatischen US-Erfolge gegen die UdSSR ermöglicht.


Martinus Schmidt / mst
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