Aufnahme der JFE Marshall in Bebauungsplan gefordert

Die Jugendfreizeiteinrichtung G. Marshall mit Bolzplatz und Skaterbahn soll in den Bebauungsplan der Truman Plaza aufgenommen werden. (Foto: Martin)

Dahlem. Das Aktionsbündnis "Gegen Lärmschutzwände in Dahlem" hat Unterstützung erhalten. In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung brachten SPD und Piraten den Antrag ein, den Bebauungsplan der Truman Plaza auf die benachbarte Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) G. Marshall auszuweiten.

Zur Vorgeschichte: Der Investor Stofanel errichtet an der Clayallee auf der Truman Plaza die Wohnanlage "Fünf Morgen Dahlem Urban Village". Trotz Klageverzicht im städtebaulichen Vertrag verpflichtete der Bezirk den Bauherrn zur Errichtung von drei fünf Meter hohen Lärmschutzwänden, um möglichen Klagen der künftigen Bewohner gegen den Krach der Spiel- und Sportplätze der benachbarten Jugendfreizeiteinrichtung in der Marshallstraße 3 zuvorzukommen. Die Wände führten zur Gründung des Aktionsbündnisses, das den Abriss forderte. Bei einer Versammlung im August aber zeigte sich ein dringenderes Problem: Für die bezirkliche Jugendfreizeiteinrichtung existiert kein Bebauungsplan. Klagen könnten also trotz der Wände Erfolg haben und zum Abbau von Skaterbahn und Bolzplatz führen. Das Aktionsbündnis "Gegen Lärmschutzwände in Dahlem" stellte daher einen Einwohnerantrag. "Ziel ist es, die Jugendfreizeiteinrichtung in den Bebauungsplan der Wohnanlage aufzunehmen und so rechtlich abzusichern", sagt Christian Zander, Gründerin des Aktionsbündnisses.

Dass jetzt SPD und die Piraten in einem Antrag das Anliegen unterstützen, freut das Aktionsbündnis. Über den Antrag wurde noch nicht abgestimmt. Er wurde zur weiteren Beratung in den Stadtplanungsausschuss überwiesen. "Es ist immerhin etwas ins Rollen gekommen", sagt Zander. Den Einwohnerantrag werde man aber jetzt nicht zurückziehen und weiter Unterschriften sammeln. 1000 sind notwendig, damit die Bezirksverordnetenversammlung den Antrag behandeln muss. Ein großer Teil der Unterschriften sei schon vorhanden. Auch ein zweiter Einwohnerantrag werde nicht aufgegeben. Darin geht es nach wie vor den Abriss der Lärmschutzwände.


Ulrike Martin / uma
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