Senat sucht alternative Standorte für Containerdorf

Lichtenberg. Die Bezirksverordneten kritisieren den Plan des Sozialsenators Mario Czaja (CDU), 480 Flüchtlinge in einem Containerdorf in Falkenberg unterzubringen. Inzwischen werden auch Alternativstandorte geprüft.

"Es kann nicht darum gehen, ob, sondern wie und wo Flüchtlinge in Lichtenberg untergebracht werden", sagte Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 13. November. In einem gemeinsamen Antrag versicherten die Fraktionen Die Linke, SPD, CDU, Piraten Lichtenberg und die Grünen, dass Flüchtlinge auch künftig im Bezirk willkommen sind.

Im gleichen Antrag machten die Parteien jedoch deutlich, dass sie sich gegen die Pläne des Sozialsenators Mario Czaja (CDU) aussprechen, in Falkenberg ein Containerdorf für 480 Flüchtlinge zu errichten. Sie halten den Standort nicht für geeignet.

Bürgermeister Geisel versuchte kürzlich durch ein Gespräch mit dem Senator, die Pläne zu beeinflussen. "Aktuell werden in Lichtenberg alternative Standorte geprüft. Dabei werden alle Gebiete im Bezirk einbezogen", berichtete Geisel. Aber: "Der Bezirk ist in die Entscheidung nicht einbezogen", ergänzte er. Wo die Flüchtlinge untergebracht werden, darüber entscheidet allein das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso).

Landesamt entscheidet

"Ich hatte jedoch den Eindruck, dass unser Problembewusstsein vom Senat und vom Lageso geteilt wird und Alternativstandorte ernsthaft geprüft werden", so Geisel weiter.

Auf den Standort in Falkenberg werde das Lageso aber voraussichtlich nicht ganz verzichten, machte der Bürgermeister deutlich. "Falkenberg gehört zu Berlin und die Weltlage wird keinen Bogen um Falkenberg machen."

Als Standorte werden nicht nur freie Flächen gesucht, auf denen Gebäude in Leichtbauweise errichtet werden könnten, sondern auch Bestandsbauten. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Ursprünglich plante der Sozialsenator, in Falkenberg am Hausvaterweg 21 schon im Frühjahr 2015 mehrere Container für die Unterbringung von 480 Flüchtlingen zu errichten.


Karolina Wrobel / KW
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