Probleme durch marode Bausubstanz und veraltete Technik

Wehrleiter David Maaß informiert Martin Pätzold, Innensenator Frank Henkel und Danny Freymark über die Freiwillige Feuerwehr Falkenberg. (Foto: Kahle)

Hohenschönhausen. Die Freiwilligen Feuerwehren in Falkenberg, Wartenberg und Alt-Hohenschönhausen leiden unter maroder Bausubstanz, veralteter Technik und Nachwuchssorgen.

Das wurde bei einer von den CDU-Politikern Martin Pätzold (MdB) und Danny Freymark (MdA) organisierten Sicherheitstour mit Innensenator Frank Henkel (CDU) durch die drei Ortsteile offenkundig.

So stammt das Feuerwehrgebäude in Falkenberg, Hausvaterweg 16, aus dem Jahre 1985. Wehrleiter David Maaß ist vor allem über den sanierungsbedürftigen Fußboden in der Fahrzeughalle besorgt. In der Halle gibt es zudem kaum noch Bewegungsfreiheit, da zusätzlich ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr hier stationiert ist.

Vor vier Jahren wurde das Gebäude von außen saniert. Innen haben es die Kameraden selbst gemalert. Der Sanitärbereich entspricht längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Absenkungen im Hofbereich stellen eine Unfallquelle dar. Im vergangenen Jahr fuhren die 18 Kameraden 504 Einsätze. "Weitere Einrückegebiete kommen hinzu. Damit sind wir am Limit", klagt Maaß.

In Wartenberg, Dorfstraße 4, sieht es nicht viel anders aus. 2008 wurde das Feuerwehrgebäude gleichen Typs von außen saniert. Innen war ebenfalls Eigeninitiative gefragt. Auch hier Absenkungen im Hofbereich. Wasserschäden in der Küche. Der Sanitärbereich ist veraltet. "Die Stühle im Aufenthalts- und Schulungsbereich sind zusammengewürfelt und durchgesessen. Wasserflecken in der Küche", konstatiert Wehrleiter Robert Wetterling.

Die Feuerwache in Alt-Hohenschönhausen, Ferdinand-Schultze-Straße 107, wurde erst 1989 errichtet. Aber auch hier es sieht nicht viel besser aus. "Die Beleuchtung der Kfz-Halle lässt zu wünschen übrig. Der Hof ist unterspült. Viele Unzulänglichkeiten wurden von den Kameraden in Eigenleistung behoben", sagt Wehrleiter Stefan Scheike.

Auf allen drei Wachen ist der Investitionsstau ersichtlich. Hinzu kommen Wohnungsprobleme der Kameraden. Arbeitgeber haben oft kein Verständnis für das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter in der Freiwilligen Feuerwehr. Für die wird es immer schwieriger, neuen Mitstreiter zu finden. "Der gesellschaftliche Trend zur Individualisierung lässt ein langfristiges ehrenamtliches Engagement immer weniger zu", bedauert Innensenator Henkel.

Das Ehrenamt Feuerwehr müsse attraktiver und sichtbarer gemacht werden, fordern Pätzold und Freymark. Die Aufwandspauschale wurde zwar erst kürzlich erhöht, doch das reicht längst nicht aus. Die Ideen reichen von zusätzlichen Rentenpunkten für geleistete Dienstjahre bei der Freiwilligen Feuerwehr über bezahlbaren standortnahen Wohnraum bis hin zu besserer Werbung. Doch all dies ist nicht zum Nulltarif zu haben, weiß auch der Innensenator.


Michael Kahle / m.k.
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