Kunstwerk wurde nie wirklich angenommen im Kiez

Sie sollte ein Treffpunkt im Kiez werden. Doch die Sitzskulptur an der Ecke Salchendorfer und Freudenberger Weg musste jetzt abgebaut werden. (Foto: Theel)

Falkenhagener Feld. Als "Verschwendung von Steuergeld" sieht Anwohner Horst Theel den Abbau der "Sitzskulptur" am 18. April auf einer Fläche an der Ecke Salchendorfer und Freudenberger Weg.

Das Objekt war Anfang 2008 vom Stadtteilmanagement initiiert worden, weil die Analyse des Wohngebiets ergeben hatte, dass im Kiez entsprechende Treffpunkte für Kinder und Jugendliche fehlen. Gefördert wurde das rund 20 000 Euro teure Projekt damals im Rahmen des Stadtteilmanagements mit Mitteln des Landes Berlin aus dem Programm "Stadtteile mit besonderem Förderungsbedarf - Die Soziale Stadt". Gebaut hatten das Kunstwerk Schüler der B.-Traven-Oberschule nach eigenen Ideen. Weil der Treffpunkt damit nach den Ideen ihrer Nutzer gestaltet worden war, hoffte das Stadtteilmanagement Falkenhagener Feld Ost, dass die Sitzskulptur bei den Jugendlichen des Kiezes hohe Akzeptanz finden würde.

Dem war nicht so: Nur rund drei Monate nach dem Aufstellen der Skulptur am 21. Januar 2008 hatten Vandalen sie bereits teilweise zerstört. Offenbar mit einer Trennscheibe hatten Unbekannte Teile des Gerüstes zertrennt. Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) vermutete damals, dass "es vielleicht rivalisierende Schüler- oder Jugendgruppen gewesen sein könnten".

Inzwischen war die von der Skulptur ausgehende Unfallgefahr offenbar so groß, dass sie vollständig abgebaut wurde. "Hier wurde Fördergeld, das dringend für eine Verbesserung der Situation im Kiez benötigt wird, sinnlos verschwendet", sagt Anwohner Theel und ärgert sich.


Michael Uhde / Ud
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