"Winterspielplätze" sollen die Gesundheit der Kinder fördern

Zu Besuch beim Projekt "Bewegte Spielplätze": Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (Mitte) umringt von Medizinern des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau. (Foto: privat)

Falkenhagener Feld. Vom Erfolg des Gesundheitsprojekts "Bewegte Winterspielplätze" überzeugte sich Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (CDU) Ende Januar bei einem Besuch in der Turnhalle der Siegerland-Grundschule.

Als Teil des bezirklichen Netzwerks Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter (KiJu Fit in Spandau) wird diese Aktion seit 2011 im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Aktionsraum Plus" finanziert (wir berichteten).

Das Netzwerk wurde vom Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau (EWK) in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk entwickelt. Zentrales Anliegen von "KiJu Fit" für ein gesundes Aufwachsen ist es, den Blick der Fachkräfte für gesundheitliche Aspekte zu schärfen und gesundheitsfördernde Programme wie etwa die "Bewegten Winterspielplätze" anzubieten. Von denen sollen Kinder und Jugendliche profitieren.

Das Gesundheitsprojekt "Bewegte Winterspielplätze" wird von Übungsleitern des Sportvereins "TSV Spandau 1860" begleitet und von der Wohnungsbaugesellschaft "Deutsche Wohnen" finanziell unterstützt. Das kostenlose Bewegungsangebot für Familien mit Kindern in den kalten Wintermonaten beginnt immer sonntags um 14.30 Uhr in den Sporthallen der Wolfgang-Borchert-Oberschule an der Blumenstraße 13, der Siegerland-Grundschule sowie der Grundschule am Birkenhain an der Seeburger Straße 59. Es richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren. Die Kinder müssen dabei von wenigstens einem Erziehungsberechtigten begleitet werden.

Wie notwendig Bewegung für die Kinder ist, begründet Bewig. "Aus den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes wird deutlich, dass sich Kinder und Jugendliche wieder mehr bewegen müssen", sagt der Gesundheitsstadtrat. Im Durchschnitt seien elf Prozent der Spandauer Kinder übergewichtig. Besonders betroffen seien die Kinder im Falkenhagener Feld mit etwa 18 Prozent und Spandau Mitte mit etwa 16 Prozent. "Nachdem Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche bislang besonders in diesen Bereichen mit ungünstiger Sozialstruktur angeboten wurden, wird dieser Ansatz mit Mitteln des Netzwerkfonds ab 2015 als {sbquo}Netzwerk Prävention und Gesundheitsförderung in Spandau’ auf den gesamten Bezirk ausgeweitet", sagt Bewig.


Michael Uhde / Ud
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