Bezirksamt kritisiert S-Bahn-Pläne

Falkenhagener Feld. Das Bezirksamt kritisiert die Pläne zum Ausbau der S-Bahn ins Falkenhagener Feld. In einem Schreiben an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung werden Zweifel laut.

Lärmbelästigung, Verkehrschaos und mangelnde Informationspolitik: Das Bezirksamt hat erhebliche Bedenken gegen die geplante S-Bahn-Trasse in die grüne Großsiedlung. Das geht aus einem Schreiben aus dem Haus von Stadtentwicklungsstadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) an Staatssekretär Christian Gaebler in der zuständigen Senatsverwaltung hervor. "Wir teilen die Sorgen der Anwohner und können nur hoffen, dass das Bezirksamt und die Anwohner mit ihren Positionen rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden", sagte Röding in der Bezirksverordnetenversammlung am 15. Oktober. Dort hatte Anwohner Jörg Kalmbach eine Einwohneranfrage zum Thema gestellt. Planer des S-Bahn-Ausbaus ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. In dem Schreiben vom 30. September fordert das Bezirksamt die Senatsverwaltung auf, den aktuellen Planungsstand mitzuteilen und das Bezirksamt, die Bezirksverordneten und die Öffentlichkeit in das weitere Vorgehen einzubinden. Eine Antwort steht noch aus. Wie berichtet soll die S-Bahn-Trasse vom Bahnhof Spandau kommend entlang der Seegefelder Straße und der Bötzow-Bahn ins Falkenhagener Feld und weiter Richtung Evangelisches Johannesstift führen. Vier Bahnhöfe sind auf der Strecke geplant, darunter auch auf der Verkehrsachse Falkenseer Chaussee. Mehr als 500 Wohnungen würden durch erheblich mehr Lärm und eine geplante Schallschutzwand an Wohnwert verlieren.


Ulrike Kiefert / uk
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