Tempo für den Spree-Radweg: Daniel Buchholz hofft auf Koppelung mit Verkehrsprojekt 17

Radfahrer können in den kommenden Jahren mit besseren Verbindungen entlang der Spree rechnen.

Noch im Dezember 2017 haben die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen einen vom Spandauer SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz formulierten Antrag ins Landesparlament eingebracht, der die schnellstmögliche Fertigstellung dieser Verbindung fordert. Der Spree-Radweg von den Flussquellen nach Berlin ist mit seinem östlichen Abschnitt von der Stadtgrenze bis zum Schlossplatz in Mitte seit zehn Jahren fertig. Vom westlichen Abschnitt von Charlottenburg bis Spandau ist dagegen so gut wie nichts vorhanden.

Der Spree-Radweg hat den Vorteil, dass er Wanderradler auf einer attraktiven, möglichst vom Autoverkehr getrennten Route durch die Stadt führt, aber auch dem Alltagsfahrer sichere und schnelle Verbindungen bietet. Für die Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau fehlen noch die Bauplanungsunterlagen.

Viel weniger Bäume gefällt als geplant

Für Buchholz ist das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 dabei von Bedeutung. Mit diesem Projekt sollen Spree und Havel noch besser schiffbar gemacht werden. „Da braucht es Wirtschaftswege für die Bauarbeiten. Diese könnten so angelegt werden, dass sie anschließend als Rad- und Wanderwege nutzbar sind“, sagt Buchholz. Er ist mit dem Wasserstraßenprojekt bestens vertraut. So sorgte er dafür, dass von ursprünglich rund 1000 zu fällenden Bäumen nur rund 89 unter die Säge kommen werden.

Die Koppelung des Wasserstraßenausbaus mit den Wegen nebenan würde Zeit und Kosten sparen. Am Geld dürfte es nicht scheitern. Die Radverbindung wird weitgehend vom Bund und der Europäischen Union zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur finanziert, das Land Berlin muss zehn Prozent beisteuern. Dazu müssen aber die Planungsunterlagen vorliegen, in Spandau auch für eine Spreebrücke in der Nähe des Grützmachergrabens. Baubeginn für das Verkehrsprojekt soll Ende 2018 sein.
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