Nachfrage nach Wohnungen steigt durch Zuzügler stetig

Zwei kleinere Neubauten entstehen im der Ernst-Reinke-Straße. (Foto: Grafik: Ziegert Bank- und Immobilienconsulting GmbH)

Fennpfuhl. Fast 30 Eigentumswohnungen sollen bis 2014 in der Ernst-Reinke-Straße 4-6 entstehen. Die Investoren hoffen auf Marktentwicklung auch in den nördlichen Plattenbaugebieten.

"Die Großsiedlung mit ihrer typisierter Bauweise gefällt nicht jedem", weiß Annamaria Schwedt von der empirica ag. Das private Forschungs- und Beratungsunternehmen nahm im Auftrag der Ziegert Bank- und Immobilienconsulting das Wohngebiet in Fennpfuhl unter die Lupe. Mehr als 30 000 Einwohner gibt es dort und einen hohen Mietwohnungsanteil. "Hier gibt es auch ein bemerkenswertes Gemeinwesen. Doch der Fennpfuhl ist außerhalb seiner Grenzen wenig bekannt", resümiert Schwedt. Für seine Entdeckung will nun die Investorengruppe aus dem Saarland sorgen. Bis 2014 entstehen mitten in der Plattenbausiedlung zwei Neubauten mit 29 Eigentumswohnungen.

Die Investoren hoffen, dass die Nachfrage nach Wohneigentum im Bezirk auch jenseits der Neubauvorhaben an der Rummelsburger Bucht und in Karlshorst nachhaltig wächst. "Der Markt in Lichtenberg steckt zwar immer noch in den Kinderschuhen. Doch immer mehr Menschen werden ihren Wunsch nach individuellem Wohnraum auch hier realisieren wollen", sagt der Geschäftsführer des Projekts, Hermann-Josef Ziegler. Angeboten werden Wohnungsgrößen zwischen 57 und 130 Quadratmetern, die Einheiten sollen zwischen 2800 und 3100 Euro pro Quadratmeter kosten. "Lichtenberg profitiert von Zuzüglern aus den östlichen Innenstadtbezirken", so der Projekt-Geschäftsführer.

Für Menschen, die zur Miete wohnen wollen, der Zuzug jedoch erschwert, weiß Rainer Bosse vom Bürgerverein Fennpfuhl. "Die Leerstandsquote im Bestand der Mietwohnungen liegt bei unter einem Prozent. Die Nachfrage ist deutlich höher, als das Angebot", weiß der Vereinsvorsitzende. "Das liegt an den Qualitäten des Standorts: Es gibt mehrere Parks, eine der besten Bibliotheken Deutschlands und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten." Der Architekt der Neubauten in der Ernst-Reinke-Straße, Michael Heim, sieht den Standortvorteil gerade durch die Nähe zu Stadtteilen wie Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Zudem entstehen die Neubauten in einem Umfeld, das eben nicht von einem typischen Hochplattenbau bestimmt ist, sondern vom niedrigerem Zeilenbau. "Im Umfeld der fünfgeschossigen Gebäuden gibt es eine angenehme Atmosphäre", so Heim.


Karolina Wrobel / KW
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