Online-Meldedienst für Bürger-Beschwerden geht an den Start

Berlin: Rathaus Lichtenberg |

Lichtenberg. Bisher konnten Bürger Hinweise zu Falschparkern oder illegalen Müllkippen dem Ordnungsamt über das Online-Pilotprojekt "Maerker" melden. Das wird nun vom neuen Dienst "Ordnungsamt Online" abgelöst.

Vermüllte Plätze, Schlaglöcher, verwahrlostes Grün, Barrieren für ältere oder behinderte Menschen – darum geht es bei vielen Hinweisen. Sie konnten bislang auf der "Maerker"-Internetseite von jedem Nutzer gelesen werden. Eine symbolische Ampel informierte über den Bearbeitungsstand, ein Text des zuständigen Amtes erklärte, wie mit dem Hinweis umgegangen wurde.


Das Online-Meldesystem half dem Ordnungsamt dabei, Missstände im Bezirk schnell zu entdecken. "Wir haben mit dem Projekt beste Erfahrungen gemacht. Und wollen nun im neuen System weitermachen", sagt der Stadtrat für Bürgerdienste Andreas Prüfer (Die Linke).


Im Juli wurde das alte Portal für den Bezirk abgeschaltet; noch im August soll berlinweit ein neues an den Start gehen: Auf "Ordnungsamt Online" sollen künftig Beschwerden und Hinweise der Bürger zentral gesammelt werden. Erneut wird es ein Ampelsystem geben, das den Bearbeitungsstand anzeigt. In Kürze wird der Dienst erreichbar sein unter https://service.berlin.de/standorte/ordnungsaemter/.


Andreas Prüfer wünscht sich für "Ordnungsamt Online" eine regere Beteiligung. Im "Maerker"-System gingen jährlich etwa 450 Hinweise ein. "Noch immer erreichen uns die meisten Anliegen aber per Telefon, E-Mail oder per klassischem Brief. Bis zu 16 000 Hinweise laufen beim Ordnungsamt zusammen, deren Bearbeitung oft nicht einfach ist. Briefe müssen entziffert werden, Telefongespräche verschriftlicht", erklärt der Stadtrat.


Die direkte Eingabe im Online-System dagegen ermöglicht es der Verwaltung, den Hinweis schneller zu bearbeiten. Und die Hinweise sind sehr erwünscht. Denn es sind die Bewohner, die am schnellsten Missstände im Kiez entdecken.


Zwar sind auch die Außenmitarbeiter des Ordnungsamtes täglich in Lichtenberg unterwegs, allerdings sind die Trupps chronisch unterbesetzt. Jeden Tag durchstreifen fünf Teams den Bezirk. KW
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