Der Senat will im Pankower Norden einen neuen Stadtteil errichten

Französisch Buchholz. Die Elisabethaue zwischen Buchholz und Blankenfelde wird bebaut. "Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung arbeitet zielstrebig darauf hin", informiert Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne).

Die Verordneten hatten sich noch im vergangenen Jahr gegen eine Bebauung der Elisabethaue ausgesprochen. Doch inzwischen liegt die Sache nicht mehr in den Händen der Bezirkspolitik. Eine Folge des Volksentscheids gegen die Bebauung des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Damit der Senat sein Wohnungsprogramm trotzdem umsetzen kann, machte er sich auf die Suche nach alternativen Standorten. In Französisch Buchholz wurde man fündig. Die Elisabethaue gehört dem Land Berlin.

So wurde dieses Areal in den Stadtentwicklungsplan Wohnen aufgenommen. Dieser ist inzwischen beschlossen. Unter Federführung des neuen Staatssekretärs Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup (SPD) drückt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt auf die Tube. Der Senat zog das gesamte Bebauungsplanverfahren für die Elisabethaue an sich. Der Bezirk Pankow kann sich höchstens noch mit Anregungen und Bedenken einbringen.

Beabsichtigt ist, auf der Elisabethaue einen neuen Stadtteil entstehen zu lassen. Vom Bau von etwa 5000 Wohnungen, in die 15 000 bis 20 000 Menschen einziehen könnten, ist die Rede. Kirchner erklärt, dass ihm diese Größenordnung zwar noch niemand bestätigen konnte, aber es werden auf jeden Fall sehr viele Wohnungen sein. Gebaut werden diese von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gesobau und Howoge. Die haben bereits ein Büro beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Im Dezember soll ein Werkstattverfahren beginnen. In diesem soll ausgelotet werden, was an Bebauung machbar und an Infrastruktur nötig ist. "Als Bezirk wurden wir zu diesem Werkstattverfahren nur beigeladen", so Kirchner.

Sowohl Anlieger der Elisabethaue als auch die Bezirkspolitiker befürchten, dass hier zu massiv gebaut werden könnte. Deshalb wollen die Bezirksverordneten auf ihrer nächsten Sitzung am 26. November die Rahmenbedingungen für eine Bebauung formulieren. "Wir möchten den Schwerpunkt auf Qualität statt auf Quantität legen", sagt Kirchner.


Bernd Wähner / BW
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