Raumnot an Schulen: Schülerzahlen in Französisch Buchholz steigen weiter an

Vor der Sitzung des Schulausschusses der BVV im Januar machten Schüler und Eltern mit einem Transparent auf die beengte Situation an ihren Schulen aufmerksam. (Foto: Bernd Wähner)

Französisch Buchholz. Die Pankower Verordneten sehen in puncto Grundschulversorgung in Französisch Buchholz dringenden Handlungsbedarf. Sie fordern das Bezirksamt auf, kurzfristig für eine Verbesserung der Situation zu sorgen.

Im Ortsteil gibt es zwei Grundschulen: die Schule am Birkenhof und die Jeanne-Barez-Grundschule. In beiden zusammen gibt es Platz für zehneinhalb Züge. Das heißt, für jede Klassenstufe stehen zehneinhalb Räume zur Verfügung. Die sind inzwischen aber alle übervoll belegt. Statistisch gesehen werden an den beiden Schulen bereits 12,5 Züge unterrichtet.

Weil allein schon anhand der Zahl von Kita-Kindern im Ortsteil abzusehen ist, dass die Zahl der Grundschüler in den nächsten Jahren weiter steigt, machen die Eltern jetzt mobil. Unter Federführung des Fördervereins der Jeanne-Barez-Grundschule fanden bereits etliche Aktionen statt. So besuchten Schüler und Eltern vor einigen Wochen den Schulausschuss der BVV. Sie schilderten den Verordneten anschaulich die beengte Situation an der Schule. Weiterhin fand eine Eltern-Schüler-Demonstration mit über 2000 Teilnehmern im Ortsteil statt. Außerdem seien über 1000 Unterschriften gesammelt und an die Bezirkspolitik übergeben worden, sagt der Fördervereinsvorsitzende Helmut Jansen. Schließlich lud der Verein Bezirkspolitiker zu einer großen Diskussionsveranstaltung ein. Diese führte dazu, dass Verordnete in einem interfraktionellen Antrag vom Bezirksamt ein zügiges Handeln fordern, um die Situation in Buchholz zu verbessern.

Bauboom in Französisch Buchholz

Hauptgrund für den starken Anstieg der Schülerzahlen in den Jahrgangsstufen eins bis sechs ist der Bauboom in Französisch Buchholz. Neben etlichen kleineren Bauflächen wurden und werden auch recht große wie das Gelände der ehemaligen GPG Kleeblatt bebaut.

Die Bebauung war allerdings immer noch so dimensioniert, dass das Bezirksamt die Bauherren nicht über städtebauliche Verträge zum Bau einer neuen Schule auf ihren Grundstücken verpflichten konnte. Und leider sind geeignete Grundstücke, die der öffentlichen Hand gehören, im Ortsteil rar.

Modulare Klassenräume errichten

Die Verordneten beauftragten deshalb das Bezirksamt zu prüfen, ob relativ kurzfristig mit einem Modularen Ergänzungsbau an der Jeanne-Barez-Grundschule Abhilfe geschaffen und die Fläche zwischen Elfenallee und Hauptstraße für eine Erweiterung des Schulcampus genutzt werden kann. Diese Fläche hält das Bezirksamt für den Bau eines Spielplatzes vor. Denn auch Spielflächen sind Mangelware. Die Verordneten halten in diesem Fall aber das Schulplatzproblem für wichtiger.

Der Vorsitzende des Schulausschusses Stefan Blauert (CDU) hofft, dass sich noch in diesem Jahr etwas tut. Immerhin sei absehbar, dass nicht alle Siwa-Mittel im Bezirk ausgegeben werden. Bei den Siwa-Mitteln handelt es sich um Geld aus dem Senatsprogramm „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ (Siwa). Dieses könnten in einen Modularen Ergänzungsbau investiert werden. BW
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