Wilfried Worgitzki stellt im Café Kleine Galerie aus

Wilfried Worgitzki mit Einladungskarten zu seiner ersten großen Ausstellung. (Foto: BW)

Französisch Buchholz. Im Café Kleine Galerie eröffnet eine neue Ausstellung. Vernissage ist am 29. März um 10 Uhr. Die Galeristin und Café-Inhaberin Andrea Müller lädt die Buchholzer ein, die Bilder von Wilfried Worgitzki kennenzulernen.

Dieser malt mit großer Leidenschaft Landschaften, Stillleben und Blumen. Doch als Künstler möchte sich der Buchholzer nicht bezeichnen lassen. "Das ist alles Hobby. Ich habe das nicht studiert", sagt er. Trotzdem sind seine Kunstwerke bemerkenswert. Worgitzki hat eine langjährige Beziehung zu Buchholz. "Als junger Mann fuhr ich Straßenbahn. Der Heimatbetriebshof war an der Dietzgenstraße. Meine Stammlinie war die 49. Ältere werden sich noch erinnern: Die fuhr nach Buchholz", erzählt der 63-Jährige. "Schon damals hatte ich den Wunsch, irgendwann hierher zu ziehen."

Zwar wohnte er schon viele Jahre in Pankow, aber sein Ziel, in Buchholz sesshaft zu werden, verlor Worgitzki nie aus den Augen. 2008 war es endlich so weit. Er bezog mit seiner Familie ein neu gebautes Haus. Unter dem Dach richtete sich der Hobbymaler ein Refugium ein. "Hier bin ich ganz für mich allein, werde nicht gestört und kann stundenlang malen", erklärt er.

Das stundenlange Malen ohne Pause gehört zu Worgitzkis besonderer Technik. Sein Vorbild ist dabei der weltberühmte Bob Ross. Andere Maler tragen Farbschicht auf Farbschicht auf die Leinwand auf. Worgitzki arbeitet wie Bob Ross mit der nassen Farbe solange, bis das Bild komplett fertig ist.

"Zur Malerei hat mich meine Tochter animiert", erinnert sich der Hobbymaler. "Das war 1999. Da kritzelte ich ein Bild auf ein Blatt Papier. Meine Tochter war begeistert und sagte: Fang an zu malen. Ich kann nicht malen, sagte ich zu ihr. Sie entgegnete: Du hast immer gesagt, man soll an einer Sache dran bleiben, dann wird was daraus. Da fühlte ich mich richtig angestachelt." Worgitzki beschäftigte sich mit Bob Ross. "Anfangs brauchte ich 20, 24 Stunden ohne Unterbrechung für ein Bild. Heute schaffe ich das in acht Stunden. Da vertiefe ich mich dann aber total und lasse mich durch nichts ablenken, bis ich fertig bin."

In den zurückliegenden Jahren entstanden viele Bilder. Als er vor einigen Wochen Andrea Müller bei einem Besuch im Café Kleine Galerie einige seiner Bilder auf dem Smartphone zeigte, war diese sofort begeistert. Sie verabredeten eine Ausstellung. Bis Mitte Mai zeigt Wilfried Worgitzki jetzt Landschaftsbilder, Stillleben und Blumenbilder in der kleinen Galerie des Cafés in der Hauptstraße 64.

Zu sehen ist die Ausstellung mittwochs bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos auf cafekleinegalerie.de.

Bernd Wähner / BW
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