Entwarnung: keine Gefährdung durch Asbest in der Elisabeth-Aue

Französisch Buchholz. Auf der Elisabeth-Aue begannen bauvorbereitende Arbeiten für die Errichtung zweiter Containerunterkünfte für Flüchtlinge, sogenannter Tempohomes. Geht von diesen Arbeiten eine Asbestgefährdung aus?

Kürzlich aufgestellte, inzwischen wieder beseitigte Schilder ließen dies vermuten. „Bei diesen Schildern handelt es sich um keine amtlichen Aushänge“, erklärt Umweltstadtrat Torsten Kühne (CDU). Diese Schilder seien von bisher Unbekannten aufgestellt worden. Rechtliche Schritte gegen die Urheber werden derzeit durch das Bezirksamt geprüft, so Kühne weiter. „Nach aktuellem Kenntnisstand des Bezirksamts ist eine Gefährdung durch die aktuellen Bauarbeiten auszuschließen“, stellt der Stadtrat klar. „Auslöser für etwaige Befürchtungen scheint der Fund eines zirka ein Meter langen Asbestbetonrohres während der Bauarbeiten auf der Elisabeth-Aue zu sein.“

Des Weiteren scheint es Befürchtungen zu geben, dass durch die vorherige Rieselfeldnutzung eine hohe Bodenbelastung vorliegt. „Diese Befürchtungen können ausgeräumt werden“, so Kühne. „Das Asbestbetonrohr wurde durch einen beauftragten Schadstoffgutachter gesichtet und durch eine Fachfirma entsorgt. Weitere Rohre wurden nicht gefunden. Das Bodengutachten zu der Fläche hat Kinderspielplatzqualität ausgewiesen.“

Anwohner informiert

Die bisherige Analyse ergab außerdem, dass es sich auch beim bisher vorgenommenen Bodenaushub um keinen gefährlichen Abfall handelt. Kühne: „Die Gefahr einer Beeinträchtigung der Nachbarschaft besteht daher nicht.“

Damit die Anwohner über den Bau der Tempohomes Bescheid wissen, informierte das Bezirksamt im Internet auf http://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/themen/artikel.496836.php über die Arbeiten, erklärt Bürgermeister Matthias Köhne (SPD).

Die Fläche auf der Elisabeth-Aue wird von der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) im Auftrage des Senats für den Bau einer temporären Unterkunft hergerichtet. Es entstehen 16 Wohncontainer. Dort werden bis zu 1000 Flüchtlinge einziehen, die derzeit noch in Sporthallen untergebracht sind. Ziel sei es, die Sporthallen bald wieder regulär nutzen zu können. BW
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