Grüner und übersichtlicher: Machbarkeitsstudie zu Friedrich-Wilhelm-Platz vorgestellt

Berlin: Friedrich-Wilhelm-Platz |

Friedenau. Sein historisches Aussehen wird der Friedrich-Wilhelm-Platz nicht wiedererlangen. Aber am Ende seiner geplanten Um- und Neugestaltung könnte eine qualitätsvolle Anlage stehen.

Nach längerem Drängen von Anwohnern, Akteuren der Bürgerinitiative vor Ort und dem Bezirksamt hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen die Mängel des vernachlässigten Platzes mit vielen ungenutzten Flächen sowie verbuschtem und verkrautete Grün erkannt. Im Zuge der Modernisierung und des barrierefreien Ausbaus des U-Bahnhofs will die Senatsverwaltung den Platz, finanziert aus dem Plätzeprogramm, zeitgemäß aufwerten. Das beauftragte Büro „Gruppe Planwerk“ nahm viele Ideen und Wünsche aus einer Bürgerversammlung im Oktober 2016 in seine nun öffentlich vorgestellte Machbarkeitsstudie auf.

Alles soll ordentlicher werden: die Wege über den Platz, die Grünanlage, die Führung des Radverkehrs, das Plateau an der Nordseite der Kirche Zum Guten Hirten. Planwerk will mit Rasenflächen und Blumen- beziehungsweise Staudenbeeten auf der „Platz-insel“ soviel Grün wie möglich erhalten, so Projektleiter Heinz Tibbe. Um es zu genießen, werden Bänke aufgestellt. Für Kinder soll es kleine Spielangebote geben. Der Imbiss erhält eine Außenterrasse. Das Basketballfeld bleibt bestehen, ebenso die öffentliche Toilette.

Für den schräg verlaufenden Weg mit Ampelanlage von der Niedstraße über die Mittelinsel der Bundesallee mit dem barrierefreien Aufzug zum U-Bahnsteig bis zur Wilhelmshöher Straße müssen voraussichtlich einige Bäume fallen, auf keinen Fall jedoch die alten Eichen aus der Urzeit des Platzes. Die Platane am Südende bleibt stehen als markanter Punkt eines neu gestalteten Kirchvorplatzes. Rund 36 Parkplätze fallen in Zukunft weg, nicht so die fünf Taxistellplätze. Im Gegenzug erhöht sich die Zahl der Fahrradstellplätze von derzeit 50 auf 178.

In einer ersten Umbauphase wird bis 2018 die Querung der Bundesallee angelegt und der Weg bis zur Wilhelmshöher Straße geführt. Die Sichtmauern fallen, der Radweg wird auf die Bundesallee verlegt. Wann die Gestaltung der Platzinsel erfolgt, vermochte Heinz Tibbe nicht zu sagen. Es handele sich um ein Stufenkonzept. Doch alles sei „in der Spur“. KEN
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