Lösung für Nebeneinander von Kultur und Steuerfahndung im Rathaus Friedenau

Berlin: Theater Morgenstern |

Friedenau. "Nach einem Jahr Stillstand scheint es endlich einen Schritt vorwärts zu gehen im Bemühen um den Erhalt unseres Spielortes im Rathaus Friedenau." Das Theater Morgenstern hat Anlass zur Hoffnung.

Die Spielzeit ist bis Ende dieses Jahres verlängert. Möglicherweise kann das Theater im Herbst 2017 wieder in den Schlesiensaal einziehen.

Nach den Worten der Theaterchefs Pascale Senn Koch und Daniel Koch ist es einem fraktionsübergreifenden Bemühen im Abgeordnetenhaus zu verdanken, dass Bewegung in die Sache gekommen ist. Unter der Gesprächsleitung von Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) diskutierten Mitglieder des Abgeordnetenhauses wie Jansenka Villbrandt und Thomas Birk (beide Grüne), Hildegard Bentele und Monika Hanna Thamm (beide CDU) und Clara West (SPD), Senatorin Dilek Kolat (SPD), Staatssekretär Andreas Statzkoswki (CDU), Berlins Atelierbeauftragter Florian Schmidt, Sven Lemiss, Geschäftsführer der Berliner Immobilien Management GmbH als Verwalterin des Rathauses, und andere waren am runden Tisch.

Die Teilnehmer bekundeten ihre Unterstützung, damit der Schlesiensaal für die Öffentlichkeit, für die Kultur und damit auch für das Kinder- und Jugendtheater Morgenstern erhalten bleibt. Es scheinen sich bauliche Lösungen abzuzeichnen, damit Berliner Steuerfahndung und Theater am Breslauer Platz nebeneinander arbeiten können. "Die Varianten werden nun weiter geprüft", sagt Pascale Senn Koch. Die Theatermacher wissen noch um ein pikantes Detail: In einem Schreiben, das dem Hauptausschuss schon seit Februar 2014 vorliegt, versichert die Senatsverwaltung für Finanzen, dass das Theater seine Spielstätte im Rathaus behalten könne und dass in den veranschlagten Baukosten für den Schlesiensaal ein separater Fluchtweg und ein barrierefreier Zugang geplant seien.

Anfang 2016 müssen aber erst einmal alle das Rathaus für mindestens eineinhalb Jahre räumen. So lange werden die Sanierungs- und Umbauarbeiten dauern.

Auch vom Puppentheater Hans Wurst Nachfahren in der Gleditschstraße 5 hört man inzwischen Gutes: Es darf bleiben, zumindest bis September 2016. Das Theater hat eine Mietvertragsverlängerung erhalten.


Karen Noetzel / KEN
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