Bauarbeiten am Breslauer Platz beginnen im August

Joachim Glässel, Gregor Mann und Ottmar Fischer (von links) haben als Mitglieder der Bürgerinitiative bei den Planungen mitgemacht. (Foto: Liptau)

Friedenau. Nach jahrelangen Diskussionen über die Neugestaltung des Rathausvorplatzes geht jetzt allmählich los: Im August soll der erste Bauabschnitt mit der Sanierung der Niedstraße beginnen.

Schön ist er nicht, der Breslauer Platz. Trotzdem verstehen ihn die Friedenauer als Herz ihres Ortsteils und wollen wissen, was damit passieren wird. Das wurde in den vergangenen Jahren besonders deutlich, als eine eigens gegründete Bürgerinitiative (BI) das Bezirksamt zu einer Kooperation zwang, aus der die aktuelle Planung schließlich hervorging. Doch auch jetzt, kurz vor Beginn des ersten Bauabschnitts, ist das Interesse groß. Beim Vor-Ort-Termin mit Mitgliedern der Bürgerinitiative bleiben immer wieder Passanten stehen, werfen einen Blick auf die Planskizze oder fragen direkt, ob sie einen Augenblick zuhören dürfen. Friedenaus Zentrum wird neu erfunden und wird schon jetzt von den Planern als "Bürgerplatz" bezeichnet. Das Konzept könnte tatsächlich funktionieren.

Im August, so teilte es Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) kürzlich mit, wird der erste Bauabschnitt starten: Die Niedstraße, die direkt vor dem Rathaus Friedenau verläuft, wird saniert, die Einmündungen in die Rhein- und Lauterstraße neu gestaltet und die Übergänge vom Rathaus zum Breslauer Platz werden überholt. "Von der neuen Gestalt des eigentlichen Platzes wird dabei noch nicht viel zu sehen sein", erklärt Ottmar Fischer von der BI Breslauer Platz. Richtig zur Sache geht es erst in den Bauabschnitten zwei bis vier.

Vor allem 2014 soll die Fläche komplett neu gepflastert und geweitet werden. Denn die Lauterstraße, die westlich vorbeiführt, wird künftig vom Individualverkehr freigehalten und so aufgepflastert, dass sie optisch dem Platz zugeschlagen wird. "Wir werden mit dem Bezirksamt noch darüber reden, wie wir an der Stelle einen Schilderwald verhindern können", gibt Fischer zu bedenken. Der Lieferverkehr für den Wochenmarkt wird hier weiterhin stattfinden, sodass die Straße weiter der Straßenverkehrsordnung entsprechen muss. Ansonsten sollen Autos weitgehend verschwinden, die Parkplätze auf der Fläche wird es nicht mehr geben.

Wie die dann häufig leere Fläche genau gestaltet wird, ist derweil noch nicht endgültig geklärt. Einig sind sich die Beteiligten darüber, dass der Platz eine dunkle Rastereinteilung zwischen helleren Füllflächen erhalten soll, um eine, so Fischer, "übergreifende Grafik" zu schaffen. Hierfür ist das geeignete Material allerdings noch nicht endgültig festgesetzt. Und noch einen Punkt gibt es, den die Initiative gemeinsam mit dem Bezirksamt in den kommenden Wochen zu klären hat: Der Gehweg entlang der Rheinstraße ist bisher nicht Bestandteil der Planungen. Als Teil einer Bundesstraße fällt er in die Zuständigkeit des Landes Berlin. "Es wäre allerdings albern, den Platz selbst herauszuputzen und die hässlichen Betonplatten auf dem angrenzenden Gehweg zu lassen", sagt Fischer. Gemeinsam mit dem Bezirk sind deshalb zusätzliche Mittel beim Land beantragt, um auch hier tätig werden zu können. "Wir werden also auch in Zukunft dranbleiben", sagt Fischer. Das positive Signal für den Moment sei: "Es geht jetzt endlich los."


Ralf Liptau / flip
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