Hortkinder sammeln für die Schafe im Naturpark

Benoît, Jario, Joel und Leon (von links) präsentieren gemeinsam mit ihrer Betreuerin Svetlana Revcuk, was sie gesammelt haben. (Foto: Liptau)

Friedenau. In der Berliner Woche gelesen und direkt mitgeholfen: Im Hort der Fläming-Grundschule an der Rheinstraße haben die Kinder in den Herbstferien rund 400 Kilogramm Kastanien für die Schafe im Naturpark Marienfelde gesammelt.

Ein gemeinsames, überzeugtes "Ja" rufen die Kinder auf die Frage, ob das Kastaniensammeln in den vergangenen Tagen denn Spaß gemacht habe. Dabei schauen sie stolz auf die acht großen Müllsäcke, die sie so schon gefüllt haben. Demnächst wollen sie die Kastanien abgeben, um damit den rund 30 Schafen im Natur- und Freizeitpark Marienfeld zu helfen. Denn die brauchen noch schnell ein paar Fettreserven, bevor Väterchen Frost im nahenden Winter richtig aktiv wird. Der Naturranger des Parks, Björn Lindner, hatte Ende September in der Tempelhof-Ausgabe Berliner Woche um Futterspenden gebeten. Eicheln, Bucheckern und Kastanien sollten es sein, weil sie besonders viel Fett und Eiweiß enthalten. "Ich habe das gelesen und wir haben sofort beschlossen, dass wir mitmachen", sagt Hortbetreuerin Svetlana Revcuk. "So hatten wir jetzt in den Herbstferien ordentlich was zu tun."

Rund 100 Kinder im Hort der Fläming-Grundschule haben zwei Wochen lang auf dem Weg zu den benachbarten Spielplätzen Kastanien aufgesammelt. Acht große Mülltüten sind so bis zum Ende der Herbstferien zusammengekommen - rund 400 Kilogramm insgesamt. "Wir haben irgendwann auf der Straße einen leeren Rollkoffer gefunden. Den haben wir dann zum Transport genutzt, damit wir die ganzen Massen nicht tragen müssen", sagt die Betreuerin. In den kommenden Tagen werden die Mitarbeiter des Naturparks die Kastanien mit dem Auto abholen. "Das alles zu tragen, das schaffen wir natürlich nicht", sagt Revcuk stolz. In den kommenden Wochen soll es schließlich den Gegenbesuch geben: Die Kinder wollen mit ihren Betreuern nach Marienfelde fahren. "Schließlich sollen sie die Schafe ja kennenlernen, denen sie jetzt mit über den Winter helfen."


Ralf Liptau / flip
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