Tag der offenen Ateliers in Friedenau am 19. und 20. Oktober

Sabine Wild wird als Künstlerin selbst beim Tag der offenen Ateliers dabei sein. (Foto: Liptau)

Friedenau. Alles wird man wohl nicht schaffen können bei der diesjährigen "Kultour": Am Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. Oktober, haben zum inzwischen sechsten Tag der offenen Ateliers in Friedenau über 60 Kunststätten geöffnet.

"Wir haben selbst nicht damit gerechnet, dass irgendwann so viele Künstler mitmachen werden", sagt Sabine Wild, die die "Kultour" im Jahre 2008 gemeinsam mit anderen Künstlern aus Friedenau ins Leben gerufen hatte. Sie betreibt ihr eigenes Atelier an der Stubenrauchstraße und ist damit selbstverständlich auch dabei, wenn über 60 Künstler aus dem Kiez am 19. und 20. Oktober ihre Türen öffnen. "Für die Künstler ist das eine tolle Gelegenheit, richtig viel Publikum zu bekommen", sagt Sabine Wild. Tatsächlich haben die Veranstalter in den vergangenen Jahren rund 400 Besucher pro Galerie gezählt. "Wie viele es insgesamt waren, können wir nur schwer sagen", so die Organisatorin. Allein am zentralen Informationspunkt seien rund 1000 Menschen gewesen.

Mit der Veranstaltung will sich der traditionelle Kulturkiez Friedenau als ganzer natürlich auch nach innen und außen präsentieren. "Unser Programmheft zeigt ja, wie viele Künstler hier arbeiten", sagt Wild. Sie habe den Eindruck, dass es in den vergangenen Jahren immer mehr wurden - vielleicht auch wegen der "Kultour". Natürlich lasse sich Friedenau dabei nicht mit Vierteln wie Mitte oder Tiergarten-Süd vergleichen. Diejenigen, die hier ihre Ateliers haben, würden eher die Arbeit fernab vom Großstadtgetümmel und eine gewisse Zurückgezogenheit schätzen. "Es gibt hier viele Vorteile. Ich bin beispielsweise überzeugt davon, dass das Publikum kaufkräftiger ist als in den In-Vierteln", sagt Wild. Zudem gebe es nicht so einen rasanten Wechsel der Künstler.

So war der Großteil derer, die bei der diesjährigen "Kultour" mitmachen, auch in den vergangenen Jahren dabei. "Ungefähr zehn Ateliers sind neu im Programm", sagt die Organisatorin.

Für die Besucher gibt es ohnehin immer etwas Neues zu entdecken. Denn selbst wer im vergangenen Jahr schon dabei war, hat sicher noch nicht alle Galerien im Kiez besucht. "Die Leute fragen schon seit Wochen, wann es das nächste Atelierwochenende gibt. Das macht uns natürlich stolz", sagt Sabine Wild.

Um den Überblick zu erleichtern, gibt es beim Sponsor der Veranstaltung, der PSD Bank in der Handjerystraße 34-36, wieder einen zentralen Infopunkt, an dem unter anderem das Programmheft verteilt wird. Die Galerien sind am Sonnabend von 15 bis 22 Uhr, am Sonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Es werden auch Rundgänge angeboten. Die Führungen beginnen am Sonnabend um 17 Uhr, sowie am Sonntag um 13 und 16 Uhr. Treffpunkte sind in der Stubenrauchstraße 27, der Handjerystraße 34-36 oder der Holsteinischen Straße 30. Die Teilnahme kostet zehn Euro, bitte anmelden unter 28 83 35 63.

Mehr Infos unter www.suedwestpassage.com.

Ralf Liptau / flip
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