Kleine Gäste im Haus der Riesen

Kinder aus dem Kiez konnten die Wiedereröffnung ihres Spielplatzes kaum erwarten. Baustadtrat Daniel Krüger hatte die Schere zum Durchschneiden des Bandes schon in der Hand. (Foto: KEN)
Berlin: Haus der Riesen |

Friedenau. An prominenter Stelle, schräg gegenüber von Günter Grass' ehemaligem Wohnhaus, steht nun das „Haus der Riesen“. Am 27. August hat Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) gemeinsam mit vielen Kindern den neugestalteten Spielplatz an der Handjery-, Ecke Niedstraße eröffnet.

Weil die Witterung im vergangenen Winter gut mitgespielt hat, konnte der Spielplatz bereits im August und nicht, „wie sonst üblich“, so Stadtrat Krüger, erst zum Jahresende eröffnet werden. Die konkrete Planung für die 250 000 Euro teure Maßnahme hatte im August 2014 begonnen. Eingebunden waren das Kinder- und Jugendparlament und die im Bezirk tätige Spielplatzkommission. Finanziert wurde der neugestaltete Spielplatz in Friedenau mit Mitteln aus dem Berliner Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP) des Senats.

„Die Fördermittel des Senats sind ein Segen“, sagt Birgit Hoffmann, Leiterin der Neubau- und Planungsabteilung im Grünflächenamt. Sie hatte bereits 2011 die Idee zu dem Themenspielplatz. Allein, es fehlte am Geld und so blieb die Planung lange Zeit „auf Halde“. Dank KSSP habe der Bezirk nun Spielplätze entwickeln können, „die nicht teuer sind, aber einen hohen Spielwert besitzen“.

Auf dem 750 Quadratmeter großen Grundstück im Herzen Friedenaus ist ein „Haus der Riesen“ für Sechs- bis Zwölfjährige entstanden. Für das Spielhaus mit verschiedenen Zimmern hatte Gerd Kleyhauer vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro „Gruppe F“ Konzeption, Planung und Baubetreuung übernommen. Alles im Haus der Riesen ist natürlich überdimensioniert: Betten und Schränke, Tische und Stühle, Herd und Waschmaschine. An, in und auf allem kann geklettert und gespielt werden. Für Kinder und Erwachsene sind Riesenbänke zum Ausruhen und Zuschauen aufgestellt. Der Bolzplatz an der Ecke ist auf Wunsch erhalten geblieben. Ein neues, geräuschärmeres Fußballtor wird in den nächsten Wochen installiert.

„Ich finde es eigentlich eine ganz gute Idee, wenn die Spielplätze in unserem Bezirk in Zukunft alle einen Namen tragen“, sagte Baustadtrat Krüger am Rande der Eröffnung. Daran könne sich ein Kind doch viel besser orientieren als an einer technischen Bezeichnung. Allerdings hat Daniel Krüger für die Bezeichnung „Haus der Riesen“ schon Kritik einstecken müssen. Riese sei diskriminierend, lautete der Vorwurf. KEN
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