Bis 2030 soll der Tierpark neu gestaltet und saniert werden

Der Tierpark wird künftig in geographische Erlebniszonen eingeteilt. (Foto: Tierpark Berlin)

Friedrichsfelde. In drei Bauphasen soll der Tierpark Berlin bis zum Jahr 2030 für insgesamt 92,36 Millionen Euro umgebaut werden. Nur so sei die Zukunft der Einrichtung zu sichern, sagt Direktor Andreas Knieriem.

"Der Tierpark ist keineswegs ein Auslaufmodell", sagt Andreas Knieriem. Am 2. Juni stellte er der Öffentlichkeit unter dem Motto "So wird der Tierpark in 2030 aussehen!" seinen Ziel- und Entwicklungsplan für den größten Landschaftstiergarten Europas vor. Der sieht nicht nur eine umfassende Bestandsaufnahme des baulich maroden Tierparks vor, sondern zeigt auch auf, wie diese einzigartige Einrichtung aus DDR-Zeiten auf die Höhe der Zeit gebracht werden kann. Knieriem muss allerdings noch das Abgeordnetenhaus für seine Ziele zu gewinnen. Dessen Hauptausschuss entscheidet am 10. Juni darüber, ob die vom Direktor gewünschten Mittel für die Umgestaltung des Tierparks im Landeshaushalt für die kommenden Jahre berücksichtigt werden.

Insgesamt soll die komplette Sanierung des Tierparks 92,36 Millionen Euro kosten und im Jahr 2030 abgeschlossen sein. Maßgebend für die Gestaltung ist eine Sichtweise nach geografischen Regionen und Kontinenten wie Afrika, Europa, Asien und Nord- und Südamerika. Trennende Zäune sollen verschwinden, das Erleben der Natur statt trockener Wissenschaft im Vordergrund stehen.

"Wir wollen den Tierpark in drei Bauphasen sanieren", sagt Knieriem. Die erste Phase soll bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden und 49 Millionen Euro kosten. Damit soll im hinteren Teil des Tierparks eine großflächige afrikanische Savanne entstehen. Tiere dieses Kontinents werden gemeinsam gezeigt und den Besuchern durch eine Erlebnisbahn-Safari nahe gebracht.

Zu den Großprojekten dieser Bauphase wird auch die Sanierung des Dickhäuterhauses zählen, wie auch der Bau einer Großvolière zur Haltung der Vögel.

Auch für den illegal aufgehäuften Schuttberg, insgesamt handelt es sich um 100 000 Tonnen Material, hat Knieriem eine Lösung gefunden. So soll der Schutt zu einer Himalaya-Berglandschaft verbaut werden. Eine Seilbahn soll die Besucher barrierefrei auf den Gipfel transportieren.


Karolina Wrobel / KW
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