Runder Tisch zum Bauvorhaben gestartet: Anwohner treten mit Investor in Dialog

Berlin: Dolgensee-Center |

Friedrichsfelde. Am 10. April startete der Runde Tisch zum Bauvorhaben am Dolgensee-Center. Hier sollen rund 680 Mietwohnungen mit Nahversorgung entstehen.

Zwei zehngeschossige Gebäude sind Kern des Bauprojekts des Investors Klaus Off. Mit diesen Bauten will Off das Areal am Dolgensee-Center revitalisieren. Rund 680 Wohnungen sollen an die Stelle des zum großen Teil leer stehenden Nahversorgungszentrums treten.

Einen Markt sowie Flächen für Gastronomie und Apotheke wird es künftig aber weiterhin geben, versichert der Investor. Zudem sollen laut Off alle Wohnungen nach Fertigstellung an das Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag gehen.

Trotzdem spaltet das Bauprojekt die Anwohnerschaft: Die einen wünschen sich nach Jahrzehnten des Still- und Leerstands endlich eine Erneuerung des Areals. Die anderen sehen die Verdichtung in diesem Ausmaß kritisch. Ein Dialog soll helfen, nach Lösungen zu suchen.

Deshalb startete am 10. April ein Runder Tisch, der monatlich tagen wird. Anliegen der Anwohnerschaft und die Interessen des Investors sollen miteinander vereinbar gemacht werden. Insgesamt acht stimmberechtigte Mitglieder zählt dieses vom Bezirksamt berufene Gremium.

Daran nehmen zwei Vertreter des Investors teil, aber auch vier Anwohnervertreter, informiert das Bezirksamt. „Die Anwohner sollen möglichst in ihrer Vielfalt vertreten werden, deshalb sitzt hier die junge Generation ebenso am Tisch wie ältere Menschen“, so Stadtentwicklungs-Stadträtin Birgit Monteiro (SPD).

Mit der Stadträtin und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz, Jürgen Hofmann (Die Linke) sitzen auch Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung in der Runde. Ein Ergebnis der Beratungen soll voraussichtlich Ende Juni vorliegen und im laufenden Bebauungsplanverfahren berücksichtigt werden. KW
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