Bürgermeister: Besitzer und Investor verhandeln

Friedrichsfelde. Rund 60 Lichtenberger folgten am 10. November der Einladung von Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) zum Kiezspaziergang durch das Wohngebiet Dolgensee, Mellensee- und Sewanstraße.

Der Start erfolgte am Sozialkaufhaus in der Sewanstraße. Die Stimmen gegen das vor zwei Jahren eingerichtete Kaufhaus sind verstummt. "Es erfreut sich inzwischen einer stabilen Nutzung und guter Nachfrage", so Geisel gegenüber der Berliner Woche. Die benachbarte Bernhard-Grzimek-Grundschule präsentiert sich heute im sanierten Zustand mit modernen Fachräumen. Beanstandet von Schulleitung, Elternvertretung und Förderverein wurde die Qualität der Schulreinigung. Wiederholt verstopfte Gullys sorgen für Ärger bei den Anwohnern in der Dolgenseestraße. Das Bezirksamt werde sich in diesem Falle an die Berliner Wasserbetriebe wenden, erklärte der Bürgermeister. Clemens Thurmann, Vorstand des Wohnungsunternehmens WGLi informierte im Rahmen des Kiezspaziergangs über die Sanierungsarbeiten in der Sewanstraße. Hier erhalten 200 Wohnungen Balkone - ohne Modernisierungsumlage. In der Mellenseestraße 14 wurde ein Nachbarschaftszentrum eingerichtet.

In gutem Zustand präsentiert sich der Aktivspielplatz für Senioren an der Dolgenseestraße. Mit 120 000 Euro aus Mitteln des Stadtumbaus Ost wurde er errichtet. Auch Jugendliche der Freizeiteinrichtung "Betonoase" nutzen das Gelände zum Gärtnern.

Die Grünanlage Hönower Weg, unweit des S-Bahnhofs Rummelsburg, verbindet das Wohngebiet mit der S-Bahn. Viele Vögel nisten in dem üppigen Grün. Dass das Grünflächenamt das Grün immer wieder zurückschneidet, kritisieren Vogelfreunde.

Das Dolgensee-Center ist ein Schandfleck im Wohngebiet. Die Besitzer Gregor Weiss und Karlheinz Magura aus München, die das Center Anfang der 90er-Jahre von der Treuhand erwarben, investierten kaum. Derzeit laufen Verkaufsverhandlungen mit einem potenziellen Investor. Er beabsichtigt einen Teilabriss und Neubau des Centers. Der Mietvertrag mit dem Dolgensee-Center läuft noch bis 2015. Eine Verlängerung ungewiss. Andreas Geisel misst dem Nahversorgungszentrum in diesem Gebiet große Bedeutung bei und hält es für unverzichtbar.


Michael Kahle / m.k.
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