Die Lücke als Denkmal

Friedrichsfelde.Noch bis zum 16. Juni ist im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 die Ausstellung "Das Revolutionsdenkmal von Ludwig Mies van der Rohe" zu sehen. Bis heute wirkt das von dem Bauhausdirektor und Architekten Ludwig Mies van der Rohe 1926 errichtete Denkmal für die Opfer der Revolution von 1918/1919 nach. Dabei wurde es 1935 von den Nationalsozialisten abgetragen und selbst in der DDR von der SED nicht wieder errichtet worden. Höhepunkt der Ausstellung ist eine modellhafte Rekonstruktion des Denkmals von Maria Jimenez-Alvarez in bislang ungesehener Originaltreue. Denn obwohl die Vorderseite des Denkmals fotografisch gut dokumentiert ist, gab es bislang viele Spekulationen über das Erscheinungsbild des Rückens der Skulptur. Darüber hinaus gibt es im Museum Lichtenberg auch mehrere Originalgrabplatten, etwa von Rosa Luxemburg, aus dem Jahr 1919 zu sehen. Zudem geht die Ausstellung nicht nur auf den geschichtlichen Hintergrund der Entstehung und Zerstörung des Denkmals ein, sondern greift auch die Frage auf, ob und wie die architektonische Skulptur rekonstruiert werden könnte. Die Ausstellung ist Dienstag bis Freitag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.museum-lichtenberg.de.
Karolina Wrobel / KW
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