Gedenken an Revolutionäre

Friedrichsfelde. Mehrere tausend Menschen haben am 11. Januar Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht. An der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof wurden Kränze und rote Nelken niedergelegt. Luxemburg und Liebknecht waren nach der Niederschlagung des kommunistischen Spartakusaufstandes am 15. Januar 1919 von Freikorpssoldaten widerrechtlich festgenommen, misshandelt und erschossen worden. Ursprünglich wurden sie in einem Massengrab beigesetzt, jedoch im Jahr 1926 umgebettet in die von Bauhausarchitekt Ludwig Mies van der Rohe gestaltete Grabanlage, die als Revolutionsdenkmal bekannt geworden ist. Der Gedenkort wurde von den Nazis zerstört, die Gräber eingeebnet. Die heutige Ruhestätte am Pergolenweg wurde zu DDR-Zeiten geschaffen und 1951 eingeweiht. Die SED-Führung nutzte das alljährliche Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg für propagandistische Aufmärsche.


Michael Kahle / m.k.
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