Nächster Abschnitt des neuen Grünzugs eingeweiht

Bei einem Rundgang überzeugt sich Stadtrat Wilfried Nünthel mit den Mitarbeitern des Grünflächenamts von der Qualität der Erdbeeren im Hochbeet. (Foto: KT)

Friedrichsfelde. Nach drei Jahren Bauzeit wurde jetzt ein weiterer Abschnitt des Grünzugs Hönower Weg in Friedrichsfelde-Süd eingeweiht. Hinter den Häusern in der Dolgenseestraße entstand aus einem ehemaligen Schulgarten und einem verwilderten Park ein wohnortnaher Aufenthaltsbereich.

Hier bekommt das Motto "Ich hab’ dich zum Fressen gern" eine ganz neue Bedeutung, denn auch Lichtenberg schließt sich der Bewegung "essbarer Bezirk" an. So stehen an den Wegen Apfel- und Birnenbäume. Haselnusssträucher laden zum Pflücken ein. Parkbänke wurden aufgestellt und ein kleiner Teich angelegt.

In mehreren Hochbeeten wachsen Garten- und Walderdbeeren. Wie der Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU), bei der Einweihung sagte, steht das Thema "Essbare Früchte" im Mittelpunkt. Es gibt an verschiedenen Stellen im Bezirk schon die Streuobstwiesen und Obstbäume an den Straßenrändern. Doch in diesem Gebiet soll der "Essbare Bezirk" zu einem Erlebnis für die Familien werden. Nun können auch Einwohner, die keinen Schrebergarten haben, Früchte ernten und ihren Kindern die verschiedenen Obstbäume erklären.

Der Park wurde von Lehrlingen des Grünflächenamts gestaltet. "Wir haben damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärte Nünthel. Er verwies darauf, dass Lehrlinge schon Spielplätze oder Sportanlagen in anderen Bereichen des Bezirkes gestaltet haben. Das spart einmal viele Kosten und zum anderen ist es eine gute Ausbildung für die Azubis. Bei diesen Arbeiten lernen sie viele Bereiche kennen, die zur Verantwortung des Grünflächenamts gehören. So müssen die Lehrlinge Bäume und Sträucher pflanzen, Wege anlegen oder eben Hochbeete aus Klinkermauer errichten. Eine 2000 Quadratmeter große Rasenfläche wurde angelegt. Geschwungene Haupt- und Rundwege aus Burgpflaster durchziehen den Park. Aber nicht alles ist neu. Es gab bereits ein Ahornwäldchen und einige Kirschbäume. Das Gebüsch wurde ausgelichtet.

"Mit Materialkosten in Höhe von rund 50 000 Euro und der Arbeitsleistung von durchschnittlich vier Auszubildenden konnte erstaunlich viel bewegt werden", sagte Wilfried Nünthel bei der Einweihung. "Mit der Idee, in unseren Grünanlagen essbare Früchte anzupflanzen, gehen wir einen neuen Weg. Wir holen damit heimische Früchte zurück in unser Lebensumfeld."


Klaus Tessmann / KT
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