Umbauarbeiten am Rathaus an der Bölschestraße gehen voran

Architekt Stefan Klinkenberg (Mitte) berichtet interessierten Besuchern über die bevorstehende Erweiterung des großen Veranstaltungssaals. (Foto: Steffi Bey)
Berlin: Rathaus Friedrichshagen |

Friedrichshagen. Zum ersten Mal seit Beginn der Umbauarbeiten gab es im Rathaus Friedrichshagen Führungen. Knapp 100 Interessierte nutzten am Tag des offenen Denkmals die Chance.

„Nun gibt es endlich auch optische Handlungsfortschritte“, sagt Tobias Apelt vom Bürgerverein Friedrichshagen. Das sei wirklich wichtig, damit jeder sieht, dass sich auch im Innern des denkmalgeschützten Gebäudes etwas tut. Schließlich wird das Haus getreu dem Schriftzug an der Fassade, „Dem Wohl der Bürger“, zu einem Zentrum für Kultur, Soziales, Veranstaltungen, Gastronomie und Dienstleistungen umgestaltet.

Seit Mai ist der erste Bauabschnitt im Gang. Ein Aufzug wird eingebaut, neue Sanitäranlagen und ein zweiter Fluchtweg installiert. Dazu wurden unter anderem der alte Schornstein abgerissen und außen eine Feuertreppe errichtet.

Auch im Grünen Haus, das direkt an das Rathaus grenzt, hat sich einiges getan: Wasser- und Stromleitungen wurden erneuert sowie der Boden im Erdgeschoss abgesenkt, damit die Räume künftig barrierefrei zu erreichen sind. Zu den Mietern gehören eine Musikschule und die SPD, die dort ihr Wahlkreisbüro etablierte. Voraussichtlich Anfang 2017 zieht auch die Touristinformation ein. Der Treptow-Köpenicker Tourismusverein und die Werbegemeinschaft Friedrichshagen setzen dieses Projekt gemeinsam um.

In diesem Jahr sollen ebenfalls die Erweiterungsarbeiten für den Veranstaltungssaal in der oberen Etage beginnen. „Wir entfernen eine Mauer und können dann insgesamt 112 anstatt bislang nur 85 Quadratmeter nutzen“, sagt Architekt Stefan Klinkenberg. Aus Sicht des engagierten Fachmanns traf das Motto des diesjährigen Denkmaltags genau den Kern: „Gemeinsam Denkmale erhalten“. „Denn nur mit einer vitalen Nutzung können solche historischen Gebäude erhalten bleiben – für die Friedrichshagener ist das praktisch ein Identifikationsprojekt“, betont der Architekt.

Im gesamten Komplex gibt es mittlerweile sieben Mieter. Dazu gehören ein Computerservice, ein Automakler sowie eine Veranstaltungsagentur und ein Personalcoach. Bislang gab im historischen Ratskeller nur Zwischennutzungen. Doch mit zwei Interessenten, die dort eine Mikrobrauerei eröffnen möchte, verhandelt gerade die Rathaus Friedrichshagen Projekt GmbH & Co. KG.

Die Finanzierung des Rathaus-Projektes ist auf jeden Fall gesichert: durch Anteilsscheine, Privatdarlehen und die Unterstützung der Umweltbank. 73 Prozent der Anteilsscheine sind bislang verkauft. bey

Infos zum Projekt unter www.rathaus-friedrichshagen.de.
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