28 Anlagen werden in diesem und im nächsten Jahr saniert

Weite Bereiche des Spielplatzes am Traveplatz waren zuletzt eingezäunt. Jetzt werden die Geräte ausgebessert. (Foto: Frey)
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Friedrichshain-Kreuzberg. Marode Spielplätze waren in den vergangenen Jahren ein Dauerthema im Bezirk. Rund die Hälfte der insgesamt 175 Anlagen konnten zuletzt gar nicht oder nur noch teilweise genutzt werden.

Zumindest für 28 gibt es jetzt Besserung. Sie werden mit dem Sonderprogramm des Senats in diesem und im nächsten Jahr auf Vordermann gebracht. Friedrichshain-Kreuzberg bekommt aus diesem Topf für 2014 und 2015 jeweils 866.000 Euro.

Allerdings gibt es die Auflage, dass mit dem Geld nicht nur Spielplätze, sondern auch Kitas saniert werden sollen. Deshalb profitiert von dem Geldsegen auch das Familienzentrum mit Kindertagesstätte in der Fürstenwalder Straße 30, wo etwa 200.000 Euro der Summe verbaut werden.

Die restlichen etwa 670.000 Euro müssen für Spielplätze eingesetzt werden, die nachweislich auch von Kitagruppen aufgesucht werden. Der Bezirk kann auch mit dieser Vorgabe leben. Denn gerade solche Anlagen hätten einen hohen Sanierungsbedarf.

Konkret werden in diesem Jahr 16 und im kommenden zwölf Standorte ausgebessert. 2014 gehören dazu auch der Trave- und der Chamissoplatz sowie die Grimmpromenade. Dort hatte es im vergangenen Sommer massive Proteste von Eltern gegeben, weil weite Teile der Anlagen gesperrt waren. Außerdem auf der aktuellen Liste sind unter anderem der Petersburger Platz, der Hohenstaufen- und der Schleidenplatz. Für 2015 stehen dort zum Beispiel der Comenius- und der Lausitzer Platz.

Die ersten Arbeiten sollen im Juni beginnen. Zumindest an einigen Baustellen wird mit ihrem Ende bereits einige Wochen später gerechnet.

Neben dem Landeszuschuss gibt es aus dem Haushalt von Friedrichshain-Kreuzberg weitere 180.000 Euro für die Spielplätze. Dieses Geld soll jetzt vor allem für viele kleinere Reparaturen verwendet werden.

In den vergangenen Jahren stand nur diese Summe zur Verfügung. Auf der anderen Seite gab es zuletzt einen Sanierungsbedarf in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. Allein mit Bezirksmitteln könne der nicht abgebaut werden, klagte Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis90/Grüne) und verlangte ein Sonderprogramm des Senats. Das stieß dort auf offene Ohren. Wohl auch deshalb, weil es ähnliche Probleme in den meisten anderen Bezirken gibt.

Diese Spielplätze werden mit Geld aus dem Senatsprogramm saniert:

2014

Friedrichshain: Liebigstraße, Schleidenplatz, Hübnerstraße, Wühlischstraße, Traveplatz, Hausburgstraße, Petersburger Platz.

Kreuzberg: Hohenstaufenplatz (Zickenplatz), Grimmpromenade, Chamissoplatz, Schleiermacher/Baerwaldstraße, Lohmühleninsel, Möckern-/Hagelberger Straße, Dresdner Straße, Wilhelm-/Stresemannstraße, Böcklerpark.

2015

Friedrichshain: Wismarplatz, Müggelstraße, Comeniusplatz, Auerdreieck, Indianerspielplatz im Volkspark.

Kreuzberg: Ratiborstraße, Lausitzer Platz, Eisenbahn-/Köpenicker Straße, Falckensteinstraße, Naunynstraße, Lindenstraße, Solmsstraße.

Thomas Frey / tf
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