Baustart für Freudenberg-Areal ist für November vorgesehen

Die aktuelle Perspektive für das Freudenberg-Areal sieht so aus, dass in Kürze der Baubeginn stattfinden soll. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Freudenberg-Areal |

Friedrichshain. Auf der Baustelle des Freudenberg-Areals zwischen Boxhagener- und Weserstraße hat sich in den vergangenen Wochen wenig getan. Das führte bereits zu ersten Nachfragen bei Anwohnern.

Ob es mit dem geplanten Bauvorhaben vielleicht doch nichts wird, war dabei eine eher der Hoffnung geschuldete Vermutung. Sie wurde jetzt vom Investor, der Firma Bauwert, zunichte gemacht.

„Wir sind völlig im Zeitplan“, sagt deren Sprecher Henning Hausmann. Nach seinen Angaben ist der Baubeginn noch für dieses Jahr, voraussichtlich im November, vorgesehen. Dass die Fundamentarbeiten dann im Winter stattfinden, hält er für kein großes Problem. „Auch dafür gibt es entsprechende Technik.“

Laut Hausmann war der Herbsttermin für den Start von Anfang an so geplant. Dass sich zuletzt auf dem Grundstück eher wenig tat, begründet er mit den früher als geplant beendeten Bauvorbereitungen, vor allem dem Bodenaustausch wegen Altlasten. Dabei waren aber auch Gräber eines ehemaligen Friedhofs entdeckt worden, der sich bis 1913 dort befunden hatte (wir berichteten). Die sterblichen Überreste wurden konserviert und an anderer Stelle erneut bestattet. Der Gräberfund hatte für erneute Diskussionen und teilweise auch Irritationen im umliegenden Kiez gesorgt.

Wie ebenfalls mehrfach berichtet gibt es gegen das neue Quartier heftigen Widerstand vieler Anwohner. Sie halten es mit mehr als 500 Wohnungen für viel zu groß, beklagen den zu geringen Anteil an Grünflächen und zu wenig Vorsorge für die öffentliche Infrastruktur. Auch dass rund 130 Appartements von der Wohnungsbaugesellschaft Howoge errichtet und mit Hilfe von Landesförderung zu günstigeren Mietpreisen angeboten werden, änderte daran wenig.

Verhindern ließ sich das Vorhaben aber auch durch einen gerichtlichen Einspruch nicht mehr.

Henning Hausmann beziffert die gesamte Bauzeit auf etwa zweieinhalb Jahre. Für den Sommer 2017 sei das Richtfest, gut ein Jahr später die Einweihung geplant. tf
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Patrick Knopke aus Mitte | 15.10.2015 | 12:48  
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