Die Nachwirkungen von "Xavier" belasten noch eine Weile

Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr als 200 umgestürzte Bäume. So lautet eine erste Bestandsaufnahme zu den Schäden, die der Orkan "Xavier" am 5. Oktober im Bezirk angerichtet hat.

Sie gibt ein aktuelles, aber wahrscheinlich noch nicht vollständiges Bild der Situation. Denn weiterhin ist das Grünflächenamt mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die werden vor allem in den Parks mindestens noch bis zum Monatsende andauern. Auch wenn alle Fachkräfte gerade damit beschäftigt sind, die Zerstörungen aufzunehmen. Bevor nicht überall ein genaues Bild der Lage existiert, wird weiter darauf hingewiesen, sich in Grünanlagen vorsichtig zu bewegen, beziehungsweise, ihr Betreten am besten ganz zu vermeiden. Gefahr droht weniger durch Bäume, die bereits Opfer des Orkans geworden sind, sondern eher von solchen, die zwar noch stehen, aber bereits so geschwächt sind, dass sie beim nächsten Windstoß fallen könnten.

Dass selbst manche Riesenbäume, wie etwa die Eiche an der Admiralbrücke, gegen "Xavier" keine Chance hatten, war trotz der Sturmstärke etwas verwunderlich. Bei diesem Beispiel war es anscheinend eine besonders heftige Windböe, die den Baum zu Fall brachte.

Bäume möglichst ersetzen

An anderen Stellen könnte feuchter Untergrund, hervorgerufen durch den nassen Sommer die Ursache für eine nicht mehr ausreichende Standfestigkeit gewesen sein. Auch schon vorhandene, aber bisher nicht erkannte Krankheiten an der Vegetation wären möglicherweise eine Erklärung.

Die zerstörten Bäume in Friedrichshain-Kreuzberg sollen möglichst eins zu eins ersetzt werden, sagte Bezirksamtssprecherin Sara Lühmann. Für die Straßenbäume gelte das durchgehend, außer wenn an einer Stelle ein Nachpflanzen große Schwierigkeiten mache. Auch die Parks werden wieder weitgehend auf ihren bisherigen Stand aufgeforstet.

Das allerdings wird noch länger dauern als das Aufräumen. Ebenfalls noch nicht klar sind die durch den Sturm verursachten Gesamtkosten. tf
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