Investor will im Frühjahr mit dem Bau beginnen

Friedrichshain. Das Grundstück zwischen der Warschauer Brücke und der O2 World gehört zu den bisher noch unbebauten Flächen auf dem Anschutz-Areal. Das soll sich demnächst ändern.

Denn der Investor Fokus Development aus Duisburg plant dort den Bau eines Shoppingcenters. Als Standort für diesen Zweck ist das Gelände bereits im Bebauungsplan für das Quartier festgeschrieben. Schon in der Vergangenheit sind einige Interessenten vorstellig geworden, die dort eine Einkaufsmeile errichten wollten. Allerdings haben sich ihre Pläne immer wieder zerschlagen.

Bei Fokus Development scheint das Vorhaben dagegen ziemlich konkret zu sein. Entstehen soll ein Center mit drei Etagen und einer Gesamtfläche von knapp 40 000 Quadratmetern. Es bietet Platz für etwa 120 Gewerbeeinheiten. Neben Einzelhandel auch für Dienstleister, Gastronomie sowie Freizeit- und Eventangebote. Auch eine Kita soll es geben.

Zum Gebäude gehören auch 760 PKW-Stellplätze. Es soll zwei Zugänge bekommen, einen von der Warschauer Brücke und einen auf der Seite der O2 World.

Im Bezirk gibt es zwar keine große Begeisterung für diese Pläne. Denn ein vor zwei Jahren verabschiedetes Einzelhandelskonzept will eigentlich großflächige Shoppingcenter in Friedrichshain-Kreuzberg verhindern. An der Warschauer Brücke ist das aber wegen des festgesetzten Bebauungsplans nicht möglich. Deshalb bleibt lediglich der Hinweis auf befürchtete negative Auswirkungen für benachbarte Gewerbetreibende, etwa entlang der Warschauer Straße.

"Wir bauen hier ein District Center", sagt dagegen Fokus Development-Sprecherin Eva Katrin Maier. Es sei vor allem als Nahversorger für das Anschutz-Quartier gedacht. Dort werde es in den kommenden Jahren nicht nur einen weiteren Zuwachs an Arbeitsplätzen, sondern auch viele neue Bewohner geben. Etwa in den beiden, jeweils rund 90 Meter hohen Wohntürmen "Max und Moritz" an der Westseite des Areals, mit deren Bau in Kürze begonnen werden soll.

Die Investitionskosten für das Shoppingcenter werden mit 140 Millionen Euro beziffert. Losgehen soll es im Frühjahr 2015, die Einweihung ist gut zweieinhalb Jahre später vorgesehen.

Am 3. Dezember wird das Vorhaben im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr im Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11.


Thomas Frey / tf
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.