Pläne eingedampft: WBM soll weniger Hochhäuser bauen

Auf diesem Grundstück an der Krautstraße ist weiter eines der neuen Punkthochhäuser vorgesehen. An anderen Stellen wurden die Neubaupläne abgespeckt. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain. Die Neubaupläne der Wohnungsgesellschaft Mitte (WBM) im westlichen Friedrichshain sollen kleiner ausfallen als bisher vorgesehen.

Zumindest sehen das die Ergebnisse eines Runden Tischs vor, der am 31. August auf Einladung der WBM stattgefunden hat. Mit dabei waren unter anderem Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Vertreter des Bezirks und der BVV-Fraktionen sowie der betroffenen Mieter.

Demnach wird die Zahl der sogenannten Punkthochhäuser auf wahrscheinlich 20 reduziert. Ursprünglich waren bis zu 30 solcher Gebäude im Gespräch.

Einige zunächst avisierte Standorte, etwa an der Lichtenberger Straße sind jetzt nicht mehr für einen Neubau vorgesehen. Bei anderen, zum Beispiel an der Koppenstraße oder im Wohnkarree in der Palisadenstraße, soll es weniger Neubauen, beziehungsweise eine geringere Baudichte geben.

Thema war außerdem die begleitende Infrastruktur. Vorhalteflächen für Kitas sind jetzt an mehreren Stellen ausgewiesen. Auf dem Grundstück neben der Galeria Kaufhof am Ostbahnhof könnte eventuell eine neue Schule errichtet werden. Denn natürlich hat ein Zuzug von mehreren tausend Menschen Auswirkungen auf die öffentliche Daseinsvorsorge. Dass die Pläne in dieser Richtung bisher wenig konkret blieben, war einer der Kritikpunkte.

Wie mehrfach berichtet lehnen viele Mieter die Nachverdichtung aber auch grundsätzlich ab. Daran wird wahrscheinlich auch das gewisse Entgegenkommen wenig ändern. Und auch nicht das Versprechen, die Zumutungen für die betroffenen Nachbarn in Grenzen zu halten.

Auch eine umfassende Bürgerbeteiligung wurde den Bewohner zugesagt. Zwar sollen die meisten Neubauten weiter nach dem sogenannten Paragraph 34 im Baugesetzbuch genehmigt werden, der, anders als ein Bebauungsplan eine begleitende Information der Bevölkerung nicht vorsieht. Das will Senatsbaudirektorin Lüscher aber jetzt durch eine Art „Paragraph 34plus“ gewährleisten.

Die Teilnehmer des Runden Tischs wollen sich in etwa drei Monaten erneut treffen. tf
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