Wasserbetriebe übernehmen Unterhalt der Brunnen im Bezirk

Andreas Geisel (Mitte) und Jörg Simon (links) unterschreiben die Absichtserklärung. Rechts: Baustadtrat Hans Panhoff. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Berliner Wasserbetriebe sollen künftig für alle öffentlichen Springbrunnen, Fontänen und Planschen in der Stadt verantwortlich sein.

Flächendeckend ist das zum 1. Januar 2019 geplant. In Friedrichshain-Kreuzberg beginnt der Einstieg aber schon Anfang 2017. Denn der Bezirk erhält den Status eines Pilotprojekts für dieses Vorhaben.

Die entsprechende Absichtserklärung wurde am 7. September zwischen Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) und Wasserbetriebe-Vorstand Jörg Simon unterzeichnet. Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis 90/Grüne) übergab symbolisch den Schlüssel für den Betrieb. Das alles fand am Märchenbrunnens im Volkspark Friedrichshain statt, einem der bekanntesten unter den mehr als 30 Anlagen im Bezirk.

Konkret wird das jetzt so ablaufen, dass sich die Mitarbeiter des Wasserunternehmens zunächst mit den Gegebenheiten vertraut machen. Bereits wenn am 4. Oktober die diesjährige Saison endet, sind sie mit dabei. Seine Verwaltung werde in der Anfangsphase mit entsprechendem Know-how unterstützen, sagte Hans Panhoff. Bisher hatte das Grünflächenamt den Betrieb meist in eigener Regie organisiert. Das klappte diesen Sommer ganz gut, band aber auch Kapazitäten.

Gründlich daneben gegangen

In den vergangenen Jahren war es aber auch zu Problemen gekommen. Besonders 2014, als eine Fremdfirma damit betraut war. Das sei "gründlich daneben gegangen", meinte der Stadtrat.

Bei den Wasserbetrieben wird die nötige Expertise vorausgesetzt, worauf deren Chef natürlich auch verwies. Sein Unternehmen unterhalte nicht nur 700 Tiefbrunnen, sondern sei schon jetzt für 35 Wasserspiele in Berlin verantwortlich, erklärte Jörg Simon.

An der Finanzierung ändert sich zunächst nichts. Das Geld kommt von der Firma Ströer Außenwerbung, die dafür jährlich 180 000 Euro bezahlt. Dazu kommen weitere 60 000 Euro für den Unterhalt der öffentlichen Toiletten. Im Gegenzug darf die Firma Reklameflächen im Bezirk vermarkten.

Der Brunnenvertrag läuft noch bis Ende 2018. Danach soll es hier eine möglichst einheitliche Regelung für Berlin geben. tf
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