Die "Bezirksphilharmonie": Konzertsaal des Händel-Gymnasiums eingeweiht

Symbolische Schlüsselübergabe. Von links: Monika Herrmann, Schulleiterin Meike Klee, Katrin Lompscher, Architekt Arthur Numrich und Florian Pronold. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium |

Friedrichshain. Die Redner kamen ins Schwärmen. Ein tolles Bauwerk sei hier gelungen. Sogar von einer Philharmonie für den Bezirk war die Rede.

Richtig ist: Mit der am 27. März eröffneten Konzert-Aula des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums hat Friedrichshain-Kreuzberg jetzt einen neuen Aufführungs- und Veranstaltungsort, der vor allem, aber nicht nur, von der Musik betonten Oberschule bespielt werden soll. Die Außenhülle erinnert wirklich ein wenig an die Berliner Philharmonie.

Gefeiert wurde auch die Finanzierung des Vorzeigeprojekts im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost. Letzteres war auch der Grund für die Teilnahme von Landes- und sogar Bundespolitikern bei der Einweihung, etwa in Person von Florian Pronold (SPD), Staatssekretär im Bundesbauministerium, und Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Die Stadtumbauförderung wird vom Bund in diesem Jahr mit fast einer Milliarde Euro unterstützt. Für den Konzertsaal gab es vier Millionen aus diesem Topf.

Auch in andere Um- und Neubauten in der Nachbarschaft sind in den vergangenen Jahren Stadtumbaumittel geflossen. Etwa in die Pablo-Neruda-Bezirkszentralbibliothek, nur wenige Meter entfernt. Mit der Bücherei, einer Kita, dem Gymnasium und jetzt der Konzertaula sei am Frankfurter Tor jetzt ein Kultur- und Bildungsstandort entstanden, meinte Bürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/Grüne).

Gut zwei Jahre dauerte der Bau des Georg-Friedrich-Händel-Saals. Er entstand nach Plänen des Architekturbüros Numrich Albrecht Klumpp und bietet rund 350 Personen Platz.

Wie Musik in diesen Räumen klingt, wurde bei der Eröffnung vorgeführt. Das Kammerorchester und der Chor "be:one" des Händel-Gymnasiums sangen und spielten sich dabei durch verschiedene Epochen. Spirituals und Pop-Songs wurden ebenso interpretiert, wie Ausschnitte aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" und der "Feuerwerksmusik" ihres Namensgebers. tf
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