Noch viele Baustellen offen: Was die Schüler im Bezirk nach den Ferien erwartet

An der Sporthalle der Reinhardswald-Grundschule wird auch nach den Ferien weiter gebaut. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Start in das neue Schuljahr. Während der Ferien gab es an vielen Schulen eine rege Bautätigkeit. Die konnte aber nicht überall abgeschlossen werden.

An manchen Standorten sei das wegen des "Maßnahmevolumens" bereits vorher klar gewesen, heißt es in der Antwort von Schulstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD) auf entsprechende Fragen. Etwa am Andreas-Gymnasium oder der Galilei-Grundschule, wo Brandschutzarbeiten stattfinden, oder bei der Sanierung der Sanitäranlagen in der Sporthalle der Reinhardswald-Schule. Es werde aber beim weiteren Fortgang auf den Schulbetrieb Rücksicht genommen.

Aber es gibt auch wieder Fälle, wo der Bauzeitenplan eigentlich ein Ende zum Abschluss der Ferien vorsah, was aber nicht eingehalten werden konnte. Ein Beispiel dafür ist das Leibniz-Gymnasium. Und ein ganz besonderes Problemkind bleibt weiter die Kurt-Schumacher-Grundschule in der Puttkamerstraße.

Neben dem Bauen ist auch das Thema Platz im neuen Schuljahr an vielen Stellen weiter akut. Sieben Schulen, in denen die Raumsituation als "sehr beengt" eingeschätzt wird, führt die Antwort des Stadtrats auf. Alle befinden sich in Friedrichshain, namentlich sind das die Spartacus-, Hausburg- und Liebig-Grundschule, die Pettenkofer-, Zille- und Modersohn-Grundschule sowie die Grundschule am Traveplatz. An- und Neubauten sind zwar in Planung, bis sie fertig sind, wird es aber noch dauern.

Neben vielen neuen Schülern in manchen Einzugsbereichen hatte das Schulamt in den vergangenen Wochen noch ein anderes Problem: Mehr als 1000 Eltern von Erstklässlern hätten beim Schulamt einen Antrag zur Aufnahme ihres Kindes in eine andere als die vorgesehene Grundschule gestellt, erklärte Peter Beckers. Das seien weitaus mehr gewesen als in den vergangenen Jahren. Über 700 dieser Wechselwünsche konnten berücksichtigt werden.

Die kaum noch vorhandenen Kapazitäten an manchen Stellen waren wahrscheinlich ein Grund für die gestiegenen Anträge. Aber wohl auch eine Art "Rosinenpickerei", der Kampf um den Platz in einer zumindest in der eigenen Wahrnehmung "guten" Schule. tf
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.