Im Bezirk sind im vergangenen Jahr 3962 Zweiräder gestohlen worden

Friedrichshain-Kreuzberg. Ist Ihr Rad noch da? Bewohner zum Beispiel im Graefekiez oder im Samariterviertel müssen diese Frage häufig mit Nein beantworten.

Die beiden Wohngebiete gehören zu den Hochburgen des Zweiraddiebstahls nicht nur im Bezirk. Auch insgesamt nimmt der Bezirk einen Spitzenplatz ein. 3962 Räder sind 2014 abhanden gekommen. Ähnlich hoch liegen die Zahlen in Mitte und Pankow. In ganz Berlin waren es 30 758. Diese Angaben finden sich in der Antwort von Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) auf eine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Andreas Baum. Dort ist auch die Zahl der Delikte in jedem Berliner Wohnquartier, den sogenannten Planungsräumen, aufgelistet.

Zum Beispiel für den Graefekiez, wo 376 Fahrräder geklaut wurden. Das ist der höchste Wert für Friedrichshain-Kreuzberg, der auch berlinweit nur noch vom Pankower Zentrum übertroffen wird. Dort verschwanden 539 Räder.

Ebenfalls stadtweit unter den Top Five dieser Negativliste rangiert das Samariterviertel mit 356 vermissten Bikes. Im Bezirksranking folgen das Quartier um den Boxhagener Platz mit 299, der Chamissokiez (253) und die Reichenberger Straße (242). In 16 der 26 bezirklichen Planungsräume lagen die Zahlen im dreistelligen Bereich. Dem stehen ein paar Gebiete gegenüber, die Diebe eher meiden. Auf der Stralauer Halbinsel wurde der Verlust von 19 Drahteseln registriert, im Entwicklungsgebiet Gleisdreieck waren es nur 17.

Wo viele Fahrräder vorhanden sind, werden meist auch viele gestohlen. Das ist eine Erklärung, für die Häufigkeit im Rad-affinen Friedrichshain-Kreuzberg. Auf stetigen Zuwachs an Pedaltretern verweist auch der Innenstaatssekretär. Zwischen 2005 und 2014 habe sich deren Aufkommen um rund 50 Prozent erhöht. Parallel dazu hätten auch die Anzeigen zugenommen. Schon deshalb, weil immer mehr Menschen ihre Räder versichern.

Auf Landesebene spiele das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle in der Strategie zum Fahrradparken, an der seit Februar gearbeitet werde, erklärte Krömer. Darüber hinaus sei jeder angehalten, sein Rad vor Diebstahl zu schützen. Informationen dazu gebe es bei regelmäßigen Präventionsveranstaltungen der Polizei.


Thomas Frey / tf
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