Netflix "Bright": Blutige Weihnachten mit Shopping-Elfen!

Will Smith (49) spielt einen Polizisten, der mit seinem Partner - ein Ork - einer mystischen Waffe auf die Spur kommt. Der Film "Bright" läuft bei Netflix an und kostete umgerechnet 100 Millionen Euro. FSK 16 (Foto: Netflix)
 
Die Cops müssen eine Elfe beschützen - hier bei einer Szene in einer Table-Dance-Bar, die noch zu einer der härtesten in dem Film wird. (Foto: Netflix)

BERLIN - Netflix startet seinen bisher teuersten Blockbuster der Firmengeschichte. Der 100 Millionen Euro-Film "Bright" ist nicht nur ein harter Streifen mit Titelmusik einer Berliner Plattenfirma. Der Action-Kracher mit Will Smith wird die Kinowelt verändern. 

Dass der Streamingdienst Netflix nicht nur Serien produziert, war seinen Abonnenten bekannt. Doch der US-Konzern investiert immer mehr Geld in Filmproduktionen, die er Kinobetreibern bewusst vorenthält. Auch der bisher teuerste Blockbuster "Bright" bleibt exklusiv für Netflix-Kunden. Und die können sich auf blutige Weihnachten einstellen. "Bright" hat zu Recht die FSK 16-Freigabe erhalten. Der Streifen wird jedoch von Kritikern zerrissen. Zu brutal, angeblich Dialoge zum Fremdschämen oder peinliche Special-Effekts sind da noch "nette" Vorwürfe. Woher kommt dieser Verriss? Sind Filmkritiker, Autoren und andere Regisseure bloß sauer, dass Netflix die Kinos außen vor lässt?

Rassismus-Thema auf orkisch

Auch wenn das Elfen- und Ork-Spektakel nichts für Kinder ist, bleibt "Bright" ein atemberaubender Actionspaß. Der Film wird sicherlich intellektuell kein Meilenstein, aber als Popcorn-Kino auf dem heimischen Flat-TV wird man mehr als gut unterhalten. Orks, Elfen, Fabelwesen und Menschen leben auf engsten Raum zusammen. Der Allltag ist geprägt von Hass und Gewalt. Menschliche Polizisten prügeln auf die Orks ein und Elfen sind arrogant; haben nur Shopping im Kopf. Feen sind alles andere als niedlich und ziehen auf Klautouren. Ein Polizist, gespielt von Will Smith, ist wegen seinem Ork-Partner ständig Rassismus ausgesetzt. Menschen und Orks sind eben keine Freunde. Dann gerät das ungleiche Cop-Team an eine mystische Waffe. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Elfen liefern harte Kampfzenen

Gehetzt von korrupten Polizisten, Orks, bösen Elfen und Gangs können die zwei Polizisten niemanden mehr trauen und müssen noch eine Elfe beschützen. Will Smith spielt dabei gewohnt solide und zieht mehrmals ohne zu zögern seine Waffen. Es geht noch härter zur Sache. Dass Elfen nicht nur shoppen gehen, wie eine verrückte Eingangsszene zeigt, wird ab Mitte des Films mit echten Kampfszenen gezeigt. Da werden Gangster binnen Sekunden mit Kampfsport ins Jenseits befördert.

Will Smith liefert für seine Fans ab

"Bright" ist eine überdrehtes und sehr gewalttätiges Actionmärchen nur für Erwachsene. Die Kostüme sind atemberaubend. Dass der Film häufig mit Filter gedreht wurde, ist am Anfang irritierend. Der Bilder am Tage sind dunkler oder mit einem warmen Farbfilter gehalten. Der Gelbstich liegt also nicht an Ihrem TV. Dafür kommen die Nachtszenen bei Explosionen detailliert zur Geltung. Will Smith wurde zuletzt bei Spiegel Online für diesen Film kritisiert. Dabei liefert er für seine Millionengage das ab, was seine Fans wollen - bissige Kommentare und jede Menge Coolness. Smith ist eher ein Mainstream-Schauspieler. Dass er da im Feuilleton für "Bright" angegangen wird, kann getrost ignoriert werden. Wer richtig gutes Actionkino erleben will, wird "Bright" mit Will lieben. Der Titelsong "World Gone Mad" zum Film kommt von Bastille, die bei Universal Music in Berlin Friedrichshain unter Vertrag sind.

Inzwischen bestätigte Netflix, dass "Bright" eine Fortsetzung bekommt. 

"Bright" ab sofort auf Netflix. Freigegeben ab 16 Jahren!
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