"radio B2" schmeißt Nino de Angelo aus dem Programm!

Nino de Angelo (54) wurde von "radio B2" abgesetzt. Seine Songs werden bei der Station nicht mehr gespielt. Grund seien Äußerungen des Sängers in der Boulevard-Presse. (Foto: radio B2 PR / Nino de Angelo, Facebook)

BERLIN - Der Berliner Schlagersender "radio B2" reagierte auf Äußerungen von Nino de Angelo. Der 54-Jährige habe sich abfällig über die Branche geäußert. Nun wird das Radio keine Songs mehr von dem Sänger spielen. 

Es ist ein drastischer Schritt, den hier "radio B2" geht. Das bundesweit beliebte Radio verbannt Nino de Angelo komplett aus seinem Programm! Grund: Der Sänger verkündete Ende letzter Woche in BILD, dass er kein Schlager mehr singen werde. "Die Branche ist verlogen und gleichgültig", so Nino gegenüber dem Blatt. "In den großen Shows bei Carmen Nebel und Florian Silbereisen werden immer die gleichen Leute eingeladen. Die sind alle glatt wie ein Kinderpopo."

Viele Beschwerden beim Schlagersender

Der Kultsänger sagte der Zeitung weiter, dass der Nachwuchs keine Chance kriegen würde, da alles in Vollplayback ist. Da mache Nino de Angelo nicht mehr mit. Wie nun der Programmdirektor von "radio B2", Normen Sträche, der BILD verriet, gab es zu diesen Aussagen heftige Reaktionen: "Über Hörertelefon und per Mail gingen bei uns daraufhin viele Beschwerden ein." Zahlreiche enttäuschte Nino de Angelo-Fans hätten ihren Unmut über die Äußerungen des Sängers ausgesprochen. "Wir verstehen uns als die Stimme der Branche und sehen daher Handlungsbedarf: Wir werden Nino ab sofort aus unserem Programm werfen. Wer so über Schlager herzieht, hat es nicht verdient, gespielt zu werden", so Sträche weiter.

Auch "radio B2" profitierte von Nino

Dass man Nino de Angelo damit treffen wird, ist gewiss. Denn "radio B2" ist nicht nur bundesweit von Millionen Menschen zu empfangen. Der Sender hat auch viele junge Hörer, die Schlagermusik anfangen zu konsumieren - eine wichtige Zielgruppe! Außerdem erhalten Künstler wie Nino für jeden gespielten Song Gebühren der Gema. So klingelte bisher für jeden ausgespielten Hit wie "Jenseits von Eden" durch "radio B2" die Kasse von de Angelo. Doch die Wahrheit ist auch: "radio B2" profitierte ebenfalls von dem Star, den es jetzt verbannt. Laut BILD wurde Nino de Angelo von dem Sender aus der Hauptstadt oft gebucht. 2016 begeisterte der Schlagerstar 25 000 Zuschauer auf dem von "radio B2" veranstalteten "Schlagerhammer" in Hoppegarten. 2017 sang er mit großen Erfolg auf dem Oktoberfest der Radiostation. Mögen sich Sender und Sänger bald wieder versöhnen.
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