Wie wäre es mal wieder mit einem Besuch im Museum?

"Das sind wir" ist der Titel einer Portraitausstellung in der Berlinischen Galerie, die bis 21.März zu sehen ist. Dazu gehört auch das Foto "Max und Corinne" von Loredana Nemes. (Foto: Loredana Nemes)
 
Das Gemälde “Madonna des Basler Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen” von Hans Holbein aus dem 16. Jahrhundert ist Teil der Sammlung Würth in der großen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Der Schraubenfabrikant soll für dieses Bild den kolportierten Preis von 50 Millionen Euro bezahlt haben. (Foto: Philipp Schönborn)

Friedrichshain-Kreuzberg. Vielleicht haben Sie zu Beginn des Jahres etwas mehr Zeit als sonst. Oder überlegen, was Sie am Wochenende unternehmen könnten. Da würde sich ein Besuch in den vielen Museen im Bezirk anbieten. Hier eine Übersicht, was dort aktuell zu sehen ist.

Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128. Das Museum für zeitgenössische Malerei und Fotografie. Einen guten Überblick bietet vor allem die Dauerausstellung "Kunst in Berlin 1880-1980". Dazu gibt es bis 15. Februar die Sonderschau "Max Beckmann und Berlin". Geöffnet ist täglich außer Dienstag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt fünf Euro. Weitere Informationen finden sich unter www.berlinischegalerie.de.

Berlin Story Museum, Schöneberger Straße 23a. Die Historie der Stadt, gezeigt an 30 Station im ehemaligen Luftschutzbunker. Der Schnelldurchlauf mag an der Oberfläche bleiben, ist dafür multimedial angelegt und präsentiert einige großflächige Hingucker. Deshalb eignet sich die Schau gerade für Jugendliche oder Geschichtseinsteiger. Die Begegnung mit fast 800 Jahren Berlin ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonnabend von 12 bis 20 Uhr möglich. Ab Januar kostet der Eintritt sechs Euro inklusive Audioguide. Die Homepage lautet: www.berlinstory-museum.de.

Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a. Nicht nur ein Eldorado für alle Game-Fans. Wer den Weg von den ersten Konsolen bis heute nachvollziehen möchte, ist hier richtig. Und einige Spiele können auch ausprobiert werden. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr. Eintritt: acht, ermäßigt fünf Euro. Website: www.computerspielemuseum.de.

Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9. Autos, Flugzeuge, Eisenbahn oder Schiffe – wer nur einen Nachmittag im Haus und in der Ladestraße einplant, wird wahrscheinlich nicht alles schaffen. 2015 wurde das Angebot um zwei weitere Dauerausstellungen erweitert. "Das Netz" beschäftigt sich mit der Geschichte der Informationstechnik; bei "Alles Zucker" gibt es Wissenswertes und Kurioses rund um diesen Süßstoff. Geöffnet: Dienstag bis Freitag 9 bis 17.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Eintritt: acht, beziehungsweise vier Euro. www.sdtb.de.

Friedhof der Märzgefallenen, Ernst-Zinna-Weg. In einem Container gibt es dort einen Überblick über die Ereignisse des Revolutionsjahrs 1848 und die Bedeutung des Friedhofs im Volkspark Friedrichshain. Informieren können sich Besucher dort täglich außer Mittwoch von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt. www.friedhof-der-maerzgefallenen.de.

Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95a. Einst als Kreuzberg-Museum entstanden, hat es inzwischen auch eine Friedrichshainer Schlagseite. Deutlich wird das zum Beispiel in der Dauerausstellung "Ortsgespräche", die die Bezirksgeschichte anhand von ausgewählten Orten exemplarisch erzählt. Ab 5. Januar hat das Museum längere Öffnungszeiten. Es kann jetzt Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr kostenlos besucht werden. www.fhxb-museum.de.

Jüdisches Museum, Lindenstraße 9-14. Einer der Besuchermagneten in der Berliner Museumslandschaft. Neben der Dauerausstellung über 2000 Jahre jüdisch-deutsche Geschichte gibt es regelmäßige Sonder- und Kabinettsausstellungen sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr, Montag bis 22 Uhr. Eintritt: acht, ermäßigt drei Euro. www.jmberlin.de.

Jugendwiderstandsmuseum, Rigaer Straße 9. Opposition von Jugendlichen in der DDR und im Nationalsozialismus– das ist der Schwerpunkt an diesem Ausstellungsort in der Galiläa-Kirche. Besuchstermine sind Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 19 Uhr bei freiem Zugang. www.widerstandsmuseum.de.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchner Straße 7. Mindestens eine spektakuläre Ausstellung im Jahr gibt es in diesem Museum. Aktuell ist das die Schau "Von Hockney bis Holbein" mit den Sammlerobjekten des Schraubenfabrikanten Reinhold Würth, die aber nur noch bis 10. Januar läuft. Parallel dazu geht es in einer Retrospektive um das Leben und Werk der Fotografin Germaine Krull. Zu sehen ist das alles täglich außer Dienstag von 10 bis 19 Uhr. Je nach Ausstellung ist der Eintrittspreis unterschiedlich. Bei den Würth-Gemälden beträgt er elf, ermäßigt acht Euro, bei Germaine Krull acht, beziehungsweise sechs Euro. www.berlinerfestspiele.de.

Topographie des Terrors, Niederkirchner Straße 8. Schreckensgeschichte am authentischen Ort. Auf dem heutigen Museumsgelände befand sich während der Nazizeit der Sitz von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Wer waren die damaligen Täter und was passierte mit ihren Opfern? Diese und weitere Fragen werden in der Dauerausstellung beantwortet. Ab 13. Januar wird außerdem erneut die Sonderausstellung "Das Gesicht des Gettos" gezeigt. Zu sehen sind Aufnahmen, die zwischen 1940 und 1944 im Getto der polnischen Stadt Lodz entstanden sind. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. Eintritt: frei. www.topographie.de.

Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Oranienstraße 25. Funktionale und gleichzeitig kuriose Alltagsgegenstände werden an diesem Ausstellungsort des vor mehr als 100 Jahren gegründeten Deutschen Werkbunds präsentiert. Neben den ständigen Exponaten gibt es dort bis 1. Februar die Sonderschau "Sehwaisen" der Schweizer Künstlerin Gabriele Rérat (1960-2010). Sie zeigt zum Beispiel, wie selbst das Emblem der Olympischen Spiele eine Bedeutung für den Hausgebrauch bekommen kann. Zu sehen ist das Donnerstag bis Montag, 12 bis 19 Uhr zum Preis von sechs, ermäßigt vier Euro. www.museumderdinge.de. tf
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