Karsten Frank kämpft für die Schmucktore an der Knorrpromenade

Karsten Frank vor einem der restaurierten Tore an der Ecke Wühlischstraße. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Knorrpromenade |

Friedrichshain. Die gute Nachricht erreichte Karsten Frank vor einigen Tagen: "Das Tiefbauamt hat mir mitgeteilt, dass die Finanzierung auch für die nördlichen Schmucktore steht", konnte er mitteilen.

Gemeint ist damit das ehemalige Portal der Knorrpromenade, das sich bis 1945 an deren Eingang an der Krossener Straße befand. Es wurde damals bei einem Bombenangriff zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Voraussichtlich ab August soll sich das ändern und die beiden Tore wahrscheinlich noch in diesem Jahr an ihrem alten Platz stehen. Für Karsten Frank erfüllt sich damit vielleicht nicht sein Lebenswerk, aber auf jeden Fall ein wichtiger Lebensinhalt.

Trommeln für die Renovierung

Denn der 50-Jährige kämpft seit Jahren für die Schmuckportale an der Knorrpromenade. Zunächst ging es um den Doppelbau am südlichen Ende zur Wühlischstraße. Der war zwar noch vorhanden, allerdings in einem beklagenswerten Zustand. Seit 2011 trommelte Karsten Frank für eine umfassende Renovierung. Er wandte sich an Ämter und sammelte Spenden. Die brauchte er am Ende nicht abrufen, denn über Denkmalmittel gab es 79 000 Euro vom Senat. 2013 wurden die Tore restauriert. "Sie sind wunderschön geworden", schwärmte er damals.

Damit das so bleibt, auch darauf achtet der Nachbar seither. Passanten wollen ihn dort schon eigenhändig beim Säubern gesehen haben. "Wir sorgen dafür, dass Schmierereien möglichst schnell verschwinden", meint er dazu. Mit "wir" sind weitere Mitstreiter seines Vereins KiezGestalten gemeint.

Auch auf die Arbeiten an der Nordseite musste er warten. Die erste Hoffnung war, dass sie vielleicht bereits 2014 stattfinden könnten. Jetzt hat es zwei Jahre länger gedauert.

"Weil es Sinn macht"

Aber egal, Karsten Frank ist zufrieden. "Weil es Sinn macht", antwortet er deshalb auf die Frage, welchen Antrieb er für sein Engagement hat. Sich um seine Gegend zu kümmern, sei doch eine wichtige Sache. Erst recht, wenn sie solch historischen Relikte berge wie die Schmucktore. Immer mehr Menschen würden das ähnlich sehen, fasst der 50-Jährige seine Erfahrungen zusammen.

Deshalb werde er weiterhin im Quartier aktiv sein, meint Karsten Frank. Virtuell etwa mit seiner Kiez App, die er mit einem Kompagnon entwickelt hat. Und schon lange sei ein Fest in der Knorrpromenade geplant, sozusagen als Einweihungsfeier für die beiden Portale. Spätestens im kommenden Jahr, wenn beide Schmucktore wieder die Straße zieren, soll das stattfinden. tf
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Engelbert Michel aus Friedrichshain | 12.07.2016 | 09:19  
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