2017 gab es über 21.000 Meldungen beim Ordnungsamt

Illegale Müllhalde. Ein Problem 2017. Und wahrscheinlich auch 2018. (Foto: Thomas Frey)

Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres haben Bürger wieder zahlreiche Missstände vorgebracht. Erneut besonders im Fokus: abgelegter Müll in vielen Straßen.

Was wie in diesen Fällen online nachzulesen ist, bedeutet einen Ausschnitt der täglichen Mängelmeldungen, die das Ordnungsamt erreichen. Und kaum irgendwo sonst sind es so viele wie in Friedrichshain-Kreuzberg.

Zwischen dem 1. Januar und dem 12. Dezember 2017 seien insgesamt 21 253 Beschwerden eingegangen, erklärte der zuständige Stadtrat Andy Hehmke (SPD) auf entsprechende Fragen der Bezirksverordneten Marene Heihsel (FDP). Damit liege der Bezirk zusammen mit Mitte und Neukölln an der Spitze.

Die mehr als 21 000 Meldungen sind laut Hehme auf verschiedenen Wegen abgesetzt worden. Ein Großteil interaktiv, allein etwa 8000 über die Ordnungsamts-App. Aber auch telefonisch, persönlich oder sogar per Postkarte würde auf Missstände hinweisen.

Allerdings haben nach Ansicht des Stadtrats nicht zuletzt solche Möglichkeiten wie per App zu den steigenden Zahlen beigetragen. Sie würden auch dazu animieren, selbst bei "vergleichsweise harmlosen Störungen" vorstellig zu werden.

Neben Unrat im öffentlichen Straßenraum geht es um Themen wie Lärm, Probleme in Parks oder mit dem ruhenden Verkehr. Bei vielen Anliegen ist das Ordnungsamt nicht direkt zuständig, sondern gibt sie an die betreffenden Stellen weiter.

Was zu Irritationen führen kann. Im Internet kann der Werdegang einer Meldung nämlich per Ampelzeichen nachvollzogen werden. "Gelb" bedeutet in Bearbeitung, "Grün" heißt erledigt. Eigentlich.

Denn immer wieder wird geklagt, dass der Missstand, trotz der jeweiligen Farbe, nicht behoben ist. Sie bedeutet zunächst nämlich nur, dass das Ordnungsamt seinen Beitrag geleistet hat. Bei Müll etwa durch weitergegebene Informationen an die BSR. Ob die Stadtreinigung sofort tätig wurde, ist nicht mehr ersichtlich.

Unabhängig von diesen Unklarheiten gab die Ordnungsbehörde die Zahl der von ihr noch zu bearbeitenden Anliegen mit 1501 an. Also etwas mehr als sieben Prozent.
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Gilbert von Luck aus Lankwitz | 08.01.2018 | 15:59  
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