An der Revaler Straße gibt es eine neue Beleuchtung

Andreas Geisel (links) und Sven Heinemann mit einer der neuen Straßenlaternen. (Foto: privat)
Berlin: Revaler Straße |

Friedrichshain. Bessere Lichtverhältnisse, das war eine der Forderungen nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen auf und rund um das RAW-Gelände in den vergangenen Wochen.

Ihr ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zumindest teilweise sehr schnell nachgekommen. In der Revaler Straße wurden zwischen der Warschauer und der Modersohnstraße ab 31. August insgesamt 17 Straßenlampen ausgetauscht. Die neuen Leuchten sollen heller strahlen, statt orangegelb jetzt warmweiß.

Außerdem besteht ihre Umrahmung aus Plexisglas und nicht mehr aus Glas. Damit sind sie zumindest schwerer zu beschädigen. Denn auch mutwilliges Zerstören der Lampen war zuletzt ein großes Problem. Damit die Anwohner nicht beeinträchtigt werden, bekamen sie in Richtung der Wohnhäuser eine Art Schutzschirm, der dafür sorgt, dass das Licht nur auf die Straße fällt.

„Licht vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Wenn wir das mit den neuen Leuchten erreichen, ist viel getan“, erklärte Berlins Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD). Gewalttaten, die quasi im Schutz der Nacht geschehen, würden nicht akzeptiert. „Das RAW-Gelände soll ein attraktives Ausgehviertel bleiben und darf nicht zum Angstraum verkommen“, so Geisel.

Geplant war der Lampenaustausch an der Revaler Straße allerdings bereits unabhängig von den aktuellen Ereignissen und wurde jetzt nur vorgezogen. Denn die alten Modelle, sogenannte Rostocker Straßenleuchten (RSL), sollen nach und nach ersetzt werden. Von ihnen sind noch ungefähr 15000 im Ostteil Berlins in Betrieb.

Die neue Beleuchtung kostete an dieser Stelle rund 12 000 Euro. Dabei allein darf es aber nicht bleiben, meint der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann. Eine möglicherweise noch intensivere Straßenreinigung und schnellere Müllbeseitigung fallen ihm als weitere Verbesserungen ebenso ein, wie die Forderung, die derzeit sichtbar stärkere Polizeipräsenz nicht nur auf einige Wochen zu begrenzen. In der Pflicht seien außerdem die Eigentümer des RAW-Areals. Die Kurth-Gruppe, der der größte Teil des Geländes gehört, habe ihm mitgeteilt, dass sie sich derzeit vom Landeskriminalamt über ein Beleuchtungskonzept beraten lässt, sagt Heinemann. „Ihren Angaben zufolge soll es noch in diesem Jahr umgesetzt werden.“ tf
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