Bleibt alles anders: Grüne gewinnen Wahl im Bezirk - acht Parteien in der BVV

Die Grünen und damit auch Bürgermeisterin Monika Herrmann gewannen die Wahl im Bezirk. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Grünen sind in Friedrichshain-Kreuzberg der klare Sieger der Berlin-Wahl. Sie holten bei der Abstimmung zur BVV 32,7 Prozent und gewannen vier der fünf Wahlkreise für das Abgeordnetenhaus.

Das Resultat der Bündnispartei liegt zwar unter dem von 2011, wo es 35,5 Prozent waren. Obwohl dieses Mal sogar mehr Wähler bei ihr das Kreuz machten. Der Grund war die auch in Friedrichshain-Kreuzberg höhere Wahlbeteiligung. Sie stieg von 57,8 auf 62,2 Prozent. Zweitstärkste Kraft sind jetzt die Linken. Sie steigerten ihr Ergebnis um 8,3 Punkte auf 20,8 Prozent. Die Linkspartei war die einzige unter den bisherigen BVV-Fraktionen, die auch prozentual zulegen konnte.

Verluste gab es dagegen für die SPD, auf die 17,2 Prozent entfielen (minus 3,6). Die CDU verschlechterte sich von 7,9 auf 7,7 Prozent.

Vom Ergebnis der Piraten (2011: 14,3 Prozent) blieben 4,8 Prozent übrig, was immerhin den Einzug als Gruppe sichert. Gleiches schaffte Die Partei, eine Spaßtruppe um den TV-Satiriker Martin Sonneborn, die mit 4,6 Prozent die für die BVV gültige Drei-Prozent-Hürde ebenso übersprang, wie die FDP, die 3,2 Prozent erhielt.

Anders als diese drei Formationen kommt die AfD auch in Friedrichshain-Kreuzberg in Fraktionsstärke ins Bezirksparlament. Ihre 6,2 Prozent bedeuteten aber das schlechteste Bezirksergebnis.

Die 55 Sitze in der neuen BVV verteilen sich jetzt auf acht Parteien. 20 erhalten die Grünen, 12 gibt es für die Linken, zehn für die SPD. Die CDU bekommt vier, die AfD drei, Piraten, Die Partei und FDP jeweils zwei. Mehrheiten gegen die Grünen sind so kaum möglich, zumal sie weiter drei der fünf Stadträte im Bezirksamt stellen. Einer geht wie bisher an Linke und SPD.

Zur künftigen Zählgemeinschaft, also einer Art Koalition, werde es mit der Linkspartei und den Sozialdemokraten Gespräche geben, ließ nicht nur die alte wohl auch neue Bürgermeisterin Monika Herrmann durchblicken. Das Wahlergebnis bedeute "eine Bestätigung", meinte sie. Zu hoch sei auch hier das Ergebnis der AfD. Aber deutlicher als anderswo habe die eindeutige Mehrheit gezeigt, wie sie zu dieser Partei stehe. tf
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