Für alle Bürgerämter in Berlin sollen ähnliche Standards gelten

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Bürgerämter sind in jedem Bezirk anders organisiert. Das soll sich zumindest teilweise ändern.

Vorgesehen ist zum Beispiel eine einheitliche Terminvergabe. In jeder Dienststelle können sich Besucher künftig vier Wochen im Voraus anmelden. Auch der Online-Eintrag in die entsprechenden Listen wird erleichtert. Dazu sollen weitere Dienstleistungen über das Netz abgerufen werden können. Der Starttermin ist voraussichtlich im Frühjahr.

Die neuen Standards seien zumindest ein Anfang, meint Sieglinde Pölitz, Leiterin der Abteilung Bürgerdienste im Bezirksamt. Auch wenn noch mehr Gleichklang wünschenswert wäre.

Denn zunächst bleibt es dabei, dass einige Bezirke keine sogenannten Spontankunden mehr abfertigen. Nur wer sich vorher registriert hat, wird berücksichtigt. Das soll es in Friedrichshain-Kreuzberg nicht geben, wie der zuständige Stadtrat Knut Mildner-Spindler (Die Linke) betont. "Wir gehen von den Bürgern aus und machen keinen Unterschied, ob jemand einen Termin gemacht hat oder nicht." Um den Andrang trotzdem zu bewältigen, gibt es aber seit Dezember einige Veränderungen. Neben der längerfristigen Reservierung können sich Kunden auch einen Tag vorher für einen kurzfristigen Besuch anmelden.

Zwei Mitarbeiter mehr

Wer einfach vorbeikommt, wird vor allem bei nachgewiesener Notlage ebenfalls sofort bedient. Mit den anderen wird ein zeitnaher fester Termin vereinbart. Diese Regelung habe sich bereits bewährt, erklärt Sieglinde Pölitz. Auch weil gleichzeitig die Öffnungszeiten auf insgesamt 37 Stunden pro Woche ausgeweitet wurden. Das ist Berliner Rekord. Inzwischen hat der Senat 31 zusätzliche, allerdings befristete Mitarbeiter für alle Bürgerämter in Berlin zugesagt. Friedrichshain-Kreuzberg wird zwei erhalten.

"Natürlich hätten wir gern auch noch ein, zwei mehr gehabt", sagt Sieglinde Pölitz. Sie warnte auch davor, sofort eine entspannte Lage in den Bürgerämtern zu erwarten. Zum einen müssten die neuen Kollegen erst eingestellt werden. Außerdem sei schon wegen des starken Zuzugs nach Berlin auch in Zukunft mit noch mehr Kunden zu rechnen.


Thomas Frey / tf
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