Herrmann wählte Butterwegge

Friedrichshain-Kreuzberg. Frank-Walter Steinmeier ist am 12. Februar wenig überraschend zum Bundespräsidenten gewählt worden.

Keine Stimme erhielt der bisherige Außenminister von Bürgermeisterin Monika Herrmann, die für die Berliner Grünen Mitglied der Bundesversammlung war. Sie werde für den von den Linken nominierten Armutsforscher Christoph Butterwegge votieren, hatte Herrmann bereits im Vorfeld erklärt. "Wir brauchen einen Bundespräsidenten, der nicht nur sieht, wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, sondern auch weiß warum und sich nicht scheut, das laut und deutlich zu sagen", so ihre Begründung.

Butterwegge bekam 128 der insgesamt 1253 abgegebenen Stimmen, 34 mehr als insgesamt Wahlmänner und -frauen der Linkspartei in der Bundesversammlung vertreten waren.

Die Bundesversammlung setzte sich zu gleichen Teilen aus den Mitgliedern des Bundestags sowie Vertretern aus den Bundesländern zusammen. Steinmeier, der von den Fraktionen von SPD und CDU/CSU nominiert worden war und außerdem Unterstützung von den Grünen und der FDP erhielt, wurde mit 931 Stimmen neuer Bundespräsident. tf
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